SAP-Chef kündigt nach Oracle-PeopleSoft-Deal Gegenangriff an

Überläufer bei den Mitarbeitern erwartet

Nach dem Fusionsbeschluss der US-Konkurrenten Oracle und PeopleSoft hat SAP-Chef Henning Kagermann im Nachrichtenmagazin Focus einen Gegenangriff angekündigt, um ein Stück von den Kunden abzubekommen, die nicht auf Oracle wechseln wollen.

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"Wir werden gezielt auf Firmenkunden zugehen, die sowohl Software von PeopleSoft oder von J.D. Edwards benutzen als auch von SAP", sagte Kagermann dem Focus. "Zu diesen Kunden haben wir ja bereits Zugang." Die Zahl dieser Firmenkunden bezifferte der SAP-Chef mit ein paar Tausend. "Aber warum sollten sich alle entschließen, mit Oracle zu gehen?", fragte Kagermann.

SAP rechnet laut Kagermann im Zuge der Konkurrenz-Fusion mit Überläufern unter den Mitarbeitern. "Es gab schon Anfragen von PeopleSoft-Leuten, die zu uns kommen wollten, und ich erwarte noch mehr davon." Zudem erwartet Kagermann eine mühsame Integration von Oracle und PeopleSoft. Trotzdem wolle er sich nicht darauf verlassen, dass Wettbewerber Fehler machen, sondern lieber auf die eigene Stärke vertrauen.

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