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Kritik des Bundesrechnungshofes an "Virtuellem Arbeitsmarkt"

Falsche und fehlerhafte Suchergebnisse. Der Bundesrechnungshof hat der Online-Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (BA) – dem "Virtuellen Arbeitsmarkt" – ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, heißt es in der ersten Auswertung der Prüfergebnisse des Rechnungshofes, dass bis zu 44 Prozent der Suchabfragen falsch waren.
/ Andreas Donath
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Entweder fehle es bei den Suchabfragen dem Bundesrechungshof zufolge an der Eignung der Bewerber oder der Umsetzung ihrer Wünsche. Die Vermittlungschancen hätten sich durch die neuen Programme, die nicht einmal die BA-Mitarbeiter selbst "in gebotenem Umfang" benutzten, "nicht verbessert" . "Bislang hat die BA 98 Millionen Euro für die Bereitstellung der Programme erbracht, aber keine deutliche Verbesserung der Qualität erreicht."

Ebenfalls monieren die Prüfer Focus zufolge "Defizite in Funktionstüchtigkeit und Benutzerfreundlichkeit" der Jobbörse. Es sei "nicht erkennbar" , wie die BA den Nachweis führen wolle, dass das seit einem Jahr laufende Projekt 100.000 Arbeitslosmeldungen pro Jahr verhindere.

Der BA-Vorstand hat jetzt Gelegenheit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen, bevor der Rechnungshof den Abschlussbericht schreibt.


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