Abo
  • Services:

Neue Welle von kopiergeschützten Audio-CDs erwartet

Neues Verfahren soll DRM auf Kauf-CDs verwirklichen

Die USA stehen offenbar vor einer breiten Markteinführung von kopiergeschützten Musik-CDs. Dabei kommt neue Technik zum Einsatz, die mit dem Format der CD-DA endgültig bricht und sehr sicher sein soll.

Artikel veröffentlicht am ,

Während in Europa geschützte Audio-CDs seit knapp fünf Jahren auf dem Markt sind, waren die Musikkonzerne damit in den USA sehr zögerlich. Dort sind Produkthaftung und Verbraucherbewusstsein wesentlich stärker ausgeprägt als etwa in Deutschland. Hier zu Lande werden häufig nur noch die Erstauflagen geschützt, zudem hatte BMG erst im Sommer 2004 mit einem dreistufigen Preismodell auf die geänderten Kundenbedürfnisse reagiert.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  2. Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Frankfurt am Main

Doch gerade von BMG, inzwischen mit Sony zum größten Musikkonzern der Welt fusioniert, kommt nun offenbar in den USA der Vorstoß, auch dort den Kopierschutz für Musik-CDs auf breiter Front einzuführen. Dies berichtet die US-Site CNet unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. Auslöser soll das erste Album der Band "Velvet Revolver" (mit drei Ex-Mitgliedern von Guns'n'Roses) gewesen sein, das trotz klar gekennzeichneten Kopierschutzes die Spitze der Charts erreichte.

Laut CNet bestätigte der Chef des britischen Kopierschutz-Herstellers First 4 Internet, dass man mit einer großen US-Plattenfirma eine Consumer-Version seiner Schutztechnik einführen wollte. Dabei dürfte es sich um die "Extended Copy Protection" (XCP) von First 4 Internet handeln, auch bekannt als "Aurora". Dieses Verfahren wirkt auf den ersten Blick umfassend. Da sich bisherige geschützte CDs mit manipuliertem Inhaltsverzeichnis oder mehreren gefälschten Sessions auch in manchen CD- und DVD-Playern sowie Auto-Anlagen bisweilen nicht abspielen lassen, will Aurora gleich mehrere Formate vereinen - in nur einer Session.

So soll sich eine derartige Disc einem PC-Laufwerk als CD-ROM, dem CD-Player als CD-DA (dem standardisierten Format für Audio-CDs) und dem DVD-Player als Video-CD präsentieren. Wie bei Letzterem ein DVD-Player, heute auch häufig als Ersatz für einen reinen CD-Abspieler, die Musik wiedergeben soll, erscheint fraglich.

Weiter verspricht Aurora, auch auf Kauf-CDs ein "On Disc Digital Rights Management" (OD-DRM) zu etablieren. Dabei sollen sich, frei definierbar durch die Rechteinhaber, vom Original eine begrenzte Zahl von Kopien erstellen lassen, diese selbst sind dann jedoch wieder komplett geschützt. Dafür dürfte Zusatz-Software unumgänglich sein.

Die Original-Disc selbst soll besonders sicher sein, da für jedes Master - also für jedes einzelne Album - laut First 4 Internet ein individueller Schutz erstellt wird. Ein generischer Angriff auf das Format, etwa eine universelle Kopieranleitung, soll dadurch unmöglich sein. Wie sich das alles im sehr engen und über 20 Jahre alten Audio-Format des "Red Book" so realisieren lässt, dass wirklich alle Geräte die gekauften CDs abspielen können, dürfte äußerst spannend werden. [von Nico Ernst]



Meistgelesen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. (-80%) 11,99€
  3. (-15%) 23,79€
  4. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt

cybdmn 01. Feb 2005

Netter Hinweis. Es wäre aber auch denkbar, dass jemand keine deutsche Tastatur besitzt...

Captain Code 21. Dez 2004

"So soll sich eine derartige Disc einem PC-Laufwerk als CD-ROM, dem CD-Player als CD-DA...

max 20. Dez 2004

Was ist eigentlich, wenn man seine CD auf nen MP3-Player wie iPod oder Zen rippen will...

Ekelpack 20. Dez 2004

Zumindest meine Erfahrung zeigt, dass kopierte CDs irgendwie nicht dasselbe sind. Man...

testerxy 20. Dez 2004

War sie überhaupt geschützt, oder war da nur ein Aufkleber drauf? Ist eine berechtigte...


Folgen Sie uns
       


Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich

Link 300 und Link 500 von JBL, Onkyos P3, Panasonics GA10 sowie Apples Homepod treten in unserem Klangvergleich gegeneinander an. Die beiden JBL-Lautsprecher lassen die Konkurrenz blass aussehen, selbst der gar nicht schlecht klingende Homepod hat dann das Nachsehen.

Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich Video aufrufen
Nasa-Teleskop: Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
Nasa-Teleskop
Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig

Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  2. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen
  3. Raumfahrt Nasa startet neue Beobachtungssonde Tess

Youtube Music, Deezer und Amazon Music: Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer
Youtube Music, Deezer und Amazon Music
Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer

Wer seinen Musikstreamingdienst auf einem iPhone oder iPad bucht, muss oftmals mehr bezahlen als andere Kunden. Der Grund liegt darin, dass Apple - außer bei eigenen Diensten - einen Aufschlag von 30 Prozent behält. Spotify hat Konsequenzen gezogen.
Ein Bericht von Ingo Pakalski

  1. Filme und Serien Nutzung von kostenpflichtigem Streaming steigt stark an
  2. Highend-PC-Streaming Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
  3. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?

Bargeldloses Zahlen: Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt
Bargeldloses Zahlen
Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt

Während Google Pay jüngst hierzulande gestartet ist, lässt Apple Pay auf sich warten. Kein Wunder: Der deutsche Markt ist schwierig - und die Banken sind in einer guten Verhandlungsposition.
Eine Analyse von Andreas Maisch

  1. Bargeldloses Zahlen Apple und Goldman Sachs planen Apple-Kreditkarte

    •  /