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Netzwerk auf Rädern - Autos warnen sich vor Hindernissen

BMBF fördert Forschungsprojekt mit 4 Millionen Euro. Mit dem nun vom BMBF mit 4 Millionen Euro geförderten Forschungsprojekt "Network On Wheels" (NOW) sollen sich Fahrzeuge zukünftig bei Verkehrshindernissen untereinander vorwarnen können. Das Netzwerk auf Rädern soll in den kommenden drei Jahren die Entwicklung eines marktfähigen Datenaustausches für den Verkehr realisieren.
/ Christian Klaß
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Dabei arbeiten das Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme FOKUS in Berlin, Siemens und NEC mit den Forschungsabteilungen von Audi, BMW, DaimlerChrysler und Volkswagen zusammen an einem herstellerübergreifenden System zur Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikation. Die Erkenntnisse und Ergebnisse aus diesem Projekt sollen in eine gemeinsame europäische Initiative zur Standardisierung einfließen.

Ziel des Projekts ist es, durch miteinander kommunizierende Autos für mehr Komfort und Sicherheit im Verkehr sorgen zu können. So soll beispielsweise ein durch Glatteis, einen Unfall oder einen plötzlich auftretenden Stau in eine kritische Situation geratenes Fahrzeug die entsprechenden Informationen an alle betroffenen Verkehrsteilnehmer im unmittelbaren Umkreis der Gefahrenstelle weitergeben können. Damit werden Fahrer bereits im Vorfeld gewarnt und könnten somit früher auf die jeweilige Situation reagieren.

Realisiert werden soll der Datenaustausch zwischen den Autos mit so genannten Ad-hoc-Netzen. Diese Kurzstrecken-Verbindungen bauen sich bei Bedarf spontan zwischen den Fahrzeugen auf, organisieren sich selbst und benötigen keine externe Infrastruktur. Technologische Basis dafür ist die Wireless-LAN-Technologie (WLAN). Grundsätzlich kann dabei jedes Fahrzeug die Rolle des Senders und Empfängers übernehmen. "So kann sich wie bei einem Staffellauf eine Informationskette aufbauen. Auch Verkehrsflüsse lassen sich dadurch effizienter steuern" , hofft das BMBF.

Der Einsatz von Ad-hoc-Netzwerken in Fahrzeugen ist keine neue Idee – so entwickelte bereits der Automobilhersteller Mitsubishi gemeinsam mit dem Consulting-Unternehmen Detecon International das ebenfalls auf WLAN-Technik basierende "Moteran". Moteran soll einen "vollmobilen Sprach- und Datendienst" ermöglichen und daher auch ein vollwertiger Ersatz für herkömmliche drahtgebundene Netzwerke sein. Nicht nur Autos, sondern auch beliebige WLAN-Endgeräte können hier als Teilnehmer und Relaisstationen dienen. Seit der Moteran-Ankündigung im Frühjahr 2003 ist es allerdings ruhig um die Technik geworden.


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