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Telegate will Telekom auf 70 Millionen Euro verklagen

Angeblich zu hohe Preise für Teilnehmerdaten verlangt

Noch 2004 will Telegate vor dem Landgericht Köln Klage gegen die Deutsche Telekom einreichen. Das Unternehmen fordert die Rückzahlung von rund 70 Millionen Euro zuzüglich aufgelaufener Zinsen von dem Ex-Monopolisten. Klagegegenstand sind die nach Telegates Meinung deutlich überhöhten Gebühren für die Bereitstellung von Teilnehmerdaten für alternative Telefonauskunftsanbieter, welche die Deutsche Telekom seit der Marktliberalisierung im Jahr 1996 bis heute europarechtswidrig in Rechnung gestellt hat.

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Darüber hinaus prüft Telegate nach eigenen Angaben derzeit, ob weitergehende Schadensersatzansprüche gegen die Deutsche Telekom geltend gemacht werden können. Die überhöhten Datenkostenzahlungen hätten insbesondere in den Anfangsjahren der Marktöffnung zu extremen finanziellen Belastungen des Unternehmens und damit zu einem klaren Wettbewerbsnachteil gegenüber dem Ex-Monopolisten geführt. Über eine diesbezügliche Klageerhebung will das Unternehmen zeitnah entscheiden. Diese könne sowohl in Deutschland und/oder auch in den USA erfolgen.

Rechtsgrundlage für die neuen juristischen Auseinandersetzungen zwischen Telegate und der Deutschen Telekom AG bildet eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs. Dieser hatte Ende November 2004 in einem Grundsatzurteil den Begriff "Datenkosten" definiert. Diese Definition entspricht der Rechtsauffassung, die Telegate seit 1996 vertritt und nach Eigenangaben bereits mehrfach vergeblich bei der deutschen Regulierungsbehörde (RegTP) zur Umsetzung eingefordert hatte.



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