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Sicherheitslücke im Adobe Reader 6 - Update zurückgezogen

eBooks könnten Einstiegsmöglichkeit für böswiligen Code sein. Der Sicherheitsspezialist iDefense hat in einem Security Advisory(öffnet im neuen Fenster) vor einer Sicherheitslücke im Adobe Reader 6.0 gewarnt. Angreifern kann es damit gelingen, in .etd-Dateien, mit denen E-Book Transaktionen abgewickelt werden, fremden Code einzuschleusen und auszuführen.
/ Jens Ihlenfeld
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Beim Parsen einer .etd-Datei kann es zu einem ungültigen Speicherzugriff kommen, wenn die Zeichenkette im Feld "Title" oder "baseurl" Steuerzeichen enthält.

Eine erfolgreiche Ausnutzung dieser Sicherheitslücke könnte den Angreifern die Möglichkeit geben, eigenen Code unter den Rechten des gerade angemeldeten Anwenders im Zielsystem auszuführen. Dazu müsste der Angreifer dem Opfer beispielsweise eine derartig manipulierte PDF-Datei oder einen entsprechenden Link zuschicken.

IDefense teilte mit, dass der Adobe Reader in der Version 6.0.2 für die Sicherheitslücke anfällig ist und vermutlich auch Vorversionen der Adobe-Reader- 6-Serie. Auch Adobe Acrobat 6.0 könnte von dem Fehler betroffen sein.

IDefense gibt als vorläufigen Workaround an, dass man die Datei "\Adobe\Acrobat 6.0\Reader\plug_ins\eBook.api" löschen sollte. Das Lesen von PDF-Dateien würde damit nicht gestört. Die fehlende eBook-API sorgt dann allerdings dafür, dass Adobe Reader keine eBooks mehr bewältigen kann.

Der Fehler soll in der Version 6.0.3 des Adobe Acrobat Reader beseitigt sein, diese zog Adobe aber kurz nach Veröffentlichung zurück, derzeit steht bei Adobe nur die Version 6.0.2 zum Download bereit.


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