Angetestet: Copernic Desktopsuche mit Firefox-Unterstützung
Die Installation der mit 2,5 MByte sehr schlanken Applikation verläuft problemlos. Danach wird der Anwender um einige Pfadangaben gebeten, auf die sich die Volltextindizierung von Text-, Bild- und Videodateien beziehen soll. Copernic durchsucht diese Pfade und indiziert dabei Datei-Inhalte in unterschiedlichsten Formaten, darunter Microft Word, Excel, Powerpoint und PDF. Neben einigen vorausgewählten Verzeichnissen kann der Anwender auch Netzwerklaufwerke und weitere Ordner hinzufügen oder explizit Verzeichnisse und Dateitypen ausschließen.
Die Suchfunktionen von Copernic sind umfangreich – so kann man außer Stichworten auch noch Beschränkungen auf den Dateityp, das Datum, die Dateigröße oder den Speicherort vornehmen und diese Einschränkungen miteinander kombinieren. Die bei der Installation deaktivierte Funktion "AutoComplete" (unter "Optionen/Integration") sorgt dafür, dass zu den gerade eingetippten Buchstaben in der Suche passende Dokumente angezeigt werden. Je mehr Buchstaben man eintippt, desto weniger passende Treffer findet Copernic. Die Funktion stellt leistungsärmere Rechner aber vor eine echte Herausforderung, so dass sie vermutlich deshalb bei der Standardinstallation nicht aktiviert ist. Leider kommt das Programm mit deutschen Umlauten in der Browser-Historie noch nicht zurecht, während die Sonderzeichen in Dateien funktionieren.
Die Suche nach Kontakten und E-Mails konzentriert sich derzeit auf Microsoft Outlook und Outlook Express. Sofern man ein E-Mailprogramm nutzt, das seine Attachments in separaten Dateien ablegt (wie z.B. TheBat), kann Copernic natürlich dennoch auf diese zugreifen. Die gefundenen Dokumente ruft man entweder direkt aus Copernic heraus auf oder man öffnet den Ordner, in dem sie sich befinden. Eine Websuche über Alltheweb.com ist ebenfalls integriert.
Ein großer Vorteil von Copernic ist die Voransicht, die sowohl bei den Text- und Office-Dateien als auch bei Seiten aus dem Browsercache funktioniert und sogar die gesuchten Textpassagen farblich hervorhebt. Bei Bildern wird eine Miniaturansicht inklusive Informationen zur Dateigröße und den Pixelmaßen erzeugt, während das Programm zu Videos außer deren Dateinamen und Größe keine weiteren Informationen ausgibt.
Insgesamt betrachtet ist Copernic 1.2 eine sehr schnelle, wenig ressourcenhungrige und dank der Mozilla/Firefox-Unterstützung nun auch für Freunde des alternativen Browsers geeignete Desktopsuche, die zudem mit der guten Vorabdarstellung der Suchergebnisse glänzt. [von Tim Kaufmann]



