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Speichermarkt wächst, DDR2 holt auf

November 2004 stärkster Monat für DRAM-Hersteller. Den Marktbeobachtern von DRAMeXchange zufolge setzten die Speicherhersteller im November 2004 deutlich mehr Bausteine ab als in den anderen Monaten des Jahres. DDR2 holt dabei in den Stückzahlen deutlich auf.
/ Christian Klaß
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DRAMeXchange zählt für seine Analysen die meistbenötigte Bauform: DDR-Chips mit 256 Mbit Kapazität, acht dieser Bausteine machen einen üblichen 256-MByte-Riegel aus. Im November 2004 lieferte Infineon gut 88 Millionen dieser Chips aus, 18,8 Prozent mehr als im Vormonat. Die Marktforscher führen das auf eine gut angelaufene Produktion von 300-Millimeter-Wafern zurück. Auch die südkoreanischen DRAM-Produzenten, allen voran Samsung, legten 10,1 Prozent zu. Insgesamt wurden im November 2004 über 460 Millionen der begehrten Halbleiter hergestellt.

Die endlich im Massenmarkt angekommenen DDR2-Bausteine konnten ebenfalls deutliche Marktanteile gewinnen. Von Oktober zu November wurden 51,3 Prozent mehr hergestellt, Infineon konnte dabei seinen Ausstoß sogar verfünffachen. Dennoch stellt die absolute Zahl mit 63,4 Millionen Chips nur einen gut zwölf Prozent großen Anteil an den weltweit gefertigten 256-MBit-Bausteinen dar. Kein Wunder – DDR2 liefert in der Praxis heute außer leichter Stromersparnis keine Vorteile. Durch die massiv gesteigerte Produktion ist jedoch zu erwarten, dass die Preise schnell sinken und damit auf Seiten der Hersteller auch der Bedarf nach schnelleren DDR2-Bausteinen mit höherer Marge zunimmt. [von Nico Ernst]


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