Catalyst 4.12 - ATI-Treiber bringt mehr Leistung für Radeon
Wie bereits die von Valve empfohlene Beta-Version des Catalyst 4.12 verspricht auch der fertige und von Microsoft abgesegnete Treiber bis zu 20 Prozent mehr Leistung in aufwendigen Szenen von Half-Life 2 als der Vorgänger Catalyst 4.11. Für die OpenGL-Spiele Doom 3 und Call of Duty verspricht ATI etwa 5 bis 10 respektive 5 bis 6 Prozent mehr Leistung auch in niedrigeren Auflösungen. Generell soll durch Steigerung der Treibereffizienz ein Quentchen mehr aus der Hardware herausgequetscht werden - bei Direct3D etwa 2 bis 3 Prozent mehr, auch bei niedriger Auflösung.
Mit der Treiberversion Catalyst 4.12 wird auch das schwergewichtige Catalyst Control Center (CCC) um einen Fehlerreport-Assistenten erweitert, der ATI helfen soll, bei Treiberabstürzen die Ursache und womöglich den Fehler zu finden. Die "Absturz-Melde-Funktion" des CCC entspricht dabei der des klassischen Control Panel, das auch weiterhin verwendet werden kann.
Mit der integrierten Übertaktungsfunktion Overdrive, die nun in der Version 3.0 vorliegt, lassen sich auch Grafikkarten mit Radeon X850 XT ausreizen. Overdrive 3.0 erlaubt sowohl die automatische als auch die manuelle Einstellung von Grafikchip- und Speichertakt, soll aber weiterhin dafür sorgen, dass die Grafikkarte nicht beschädigt wird. Mit einer automatischen Suche nach den maximalen Taktraten soll unter Windows XP und 2000 besonders viel aus der Hardware herausgeholt werden.
Wie für neue Grafiktreiber üblich wurden wieder viele kleine bis große Fehler in Verbindung mit Anwendungen und Spielen behoben. So soll der Catalyst 4.12 - anders als die Vorgängertreiber - etwa in Verbindung mit Half-Life 2 weniger Texturprobleme in Verbindung mit Athlon XP bzw. Windows XP aufweisen. Auch Counter-Strike soll auf Grafikkarten der Radeon-X800-Serie unter Windows XP keine Darstellungsfehler mehr produzieren. Probleme behoben wurden auch mit Doom 3, EverQuest, Medal of Honor: Pacific Assault, Tron2.0 und Star Wars Knights of the Old Republic.
Weiterhin soll eine um 90 Grad gedrehte Darstellung in Verbindung mit OpenGL-Spielen unter Windows XP nun nicht mehr den Spielstart vereiteln. Behoben wurden weiterhin Probleme mit geklonten Bildschirmen (in Verbindung mit WinDVD), dem Wechsel von primärem und sekundärem Bildschirm, bei der Fernsehausgabe (Overscan auf AIW 9600) mit dem Verändern und Speichern von Anwendungsprofilen im CCC und der Videowiedergabe mit Windows Media Center Edition.
Bisher gibt es den Catalyst 4.12 nur für Windows XP(öffnet im neuen Fenster) , Windows 2000(öffnet im neuen Fenster) und Windows Media Center Edition(öffnet im neuen Fenster) , wobei für Letzteres noch keine All-in-Wonder-Unterstützung integriert wurde. Gedacht ist der Catalyst 4.12 für ATIs Onboard-Grafikchips sowie Radeon 7000 bis Radeon X850. Für Notebook-Grafikchips wird man wieder einen modifizierten Catalyst 4.12 von OmegaDrivers.net(öffnet im neuen Fenster) verwenden müssen, bisher gibt es hier aber nur eine modifizierte Catalyst 4.12 Beta. Die offiziellen Catalyst-Treiber finden sich zum Download im Treiberbereich(öffnet im neuen Fenster) von www.ati.com(öffnet im neuen Fenster) .