AMD: Dual-Opterons ab Mitte 2005, acht Cores folgen später

Fred Weber ist bei AMD immer für eine knackige Präsentation gut. Auf dem Microprocessor Forum 1998 hatte der Chip-Designer, inzwischen "Chief Technology Officer", die anwesenden Intel-Entwickler mit seiner Ankündigung der K7-Architektur regelrecht geschockt. Was dann mit dem K7-Core als Athlon in die Rechner kam, war der Grundstein für AMDs Gesundung als Unternehmen.
Was Weber am Mittwoch auf der Konferenz "T4" für Analysten und Investoren auf Einladung des Finanzhauses Lehman Brothers zum Besten gab, ist zwar keine Revolution wie die K7-Architektur - aber ein klares Bekenntnis AMDs, seine Pläne konsequent in die Tat umzusetzen; wie Weber mehrfach betonte, im vorgesehenen Zeitrahmen und zu den geplanten Kosten.
Zwar habe AMD vor, so Weber weiter, auch vier oder acht Cores zu integrieren, aber erst, "sobald die Technolgie es erlaubt" - lies: sobald sich das mit Strombedarf und Fertigungskosten vereinbaren lässt. Auch DDR2, bisher kein Thema für AMD, will man in Zukunft unterstützen, ebenso DDR3 und neue Versionen von PCI Express und HyperTransport.
Um den immer kritischer werdenden Strombedarf von Prozessoren zu senken, schlug Weber "split power planes" vor. Diese power planes sind, ähnlich den Zwischenlagen auf einem Mainboard, solide Metall-Lagen, die eine Erdung oder Stromversorgung mit konstanter Spannung gewährleisten. Weber will anscheinend die Lagen eines Prozessors mit unterschiedlichen Spannungen versorgen, so dass nicht mehr die gesamte Schaltung mit einer Kernspannung arbeiten muss. [von Nico Ernst]



