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IBM verkauft PC-Geschäft

Auch weiterhin PCs unter IBMs Markennamen. Die chinesische Lenovo-Gruppe übernimmt das PC-Geschäft von IBM mit einem Jahresumsatz von rund 9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2003. Lenovo zahlt insgesamt rund 1,75 Milliarden US-Dollar für die Übernahme, IBM erhält dabei eine Minderheitsbeteiligung an dem chinesischen Unternehmen.
/ Jens Ihlenfeld
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Mit der Übernahme steigt Lenovo, die bisher vor allem in China aktiv waren, zum weltweit drittgrößten PC-Hersteller mit einer Präsenz auch außerhalb Asiens auf. Lenovo wird nach der Übernahme auf Basis der Zahlen von 2003 einen Gesamtumsatz von rund 12 Milliarden US-Dollar machen und rund 11,9 Millionen Einheiten verkaufen. Allein erzielt Lenovo derzeit einen Jahresumsatz von rund 3 Milliarden US-Dollar. Lenovos Vertrieb ist durch die Übernahme in 160 Ländern vertreten.

Zugleich schließen die beiden Unternehmen eine langfristige strategische Partnerschaft in den Bereichen PC-Verkauf, Service und Finanzierung. Während IBM künftig PCs vorzugsweise einkauft, um diese an eigene Kunden weiterzuverkaufen, wird IBM für Lenovo bevorzugt Dienste in den Bereichen Service und Finanzierung abwickeln.

IBM erhält zudem eine Minderheitsbeteiligung von 18,9 Prozent an Lenovo. Außerdem wird Stephen M. Ward, Jr., derzeit Senior Vice Präsident und General Manager von IBMs Personal Systems Group, nach Abschluss der Übernahme die Position als Chief Executive Officer (CEO) von Lenovo übernehmen und damit Yuanqing Yang ablösen, der künftig dem Unternehmen als Chairman angehört.

Trotz der Übernahme sollen die PC-Sparten beider Unternehmen normal weiterarbeiten, Änderungen für die Kunden soll es nicht geben. So sollen die PCs weiterhin unter der Marke "IBM" angeboten werden, dazu hat Lenovo ein Lizenzabkommen über fünf Jahre mit IBM geschlossen. Die Marke "Think", die IBM für seine PCs einsetzt, geht an Lenovo.


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