Abo
  • Services:

Pisa: Einsatz von Computern an deutschen Schulen mangelhaft

Deutsche Schulen seien von derartigen Verhältnissen noch weit entfernt: Auf einen PC kommen hier zu Lande durchschnittlich zwölf Schüler, so dass das Arbeiten und Recherchieren mit Computer und Internet für den deutschen Durchschnittsschüler eher die Ausnahme ist. Ähnlich sieht es bei den Hausarbeiten aus: Während immerhin zwei Drittel der Schulen dank des T@School-Programms der Deutschen Telekom einen Breitband-Anschluss haben, sind nur in 18 Prozent aller Haushalte und 27 Prozent der Haushalte mit Schülern ausreichend schnelle Internetzugänge vorhanden. "Das Internet als Nachschlagewerk und 'Nachhilfelehrer' sowie der Einsatz von Computern im Unterricht für verschiedenste Fächer von Deutsch über Informatik bis Erdkunde steht deutschen Schülern noch viel zu selten zur Verfügung", so Freyberg.

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Köln
  2. Robert Bosch GmbH, Böblingen

An einer mangelnden Investitionsbereitschaft liegt dies jedenfalls nicht, erklärte Martin Sonnenschein, als Vice President bei A.T. Kearney in Zentraleuropa zuständig für den Bereich Telekommunikation und Hightech: "Allein die öffentliche Hand hat seit dem Jahr 2000 in allen 16 Bundesländern auf kommunaler, Landes- und Bundesebene mehr als 1,1 Milliarden Euro in unterschiedliche E-Learning-Einzel- und Pilotprojekte investiert, ohne dass sich jedoch ein übergreifendes Konzept oder eine überregionale Koordination zur Steigerung der Effizienz erkennen lässt." So identifiziert die Untersuchung als entscheidendes Problem bei der bisherigen Einführung von E-Learning-Modellen das Fehlen eines überregionalen Ansatzes: "Die Investitionen der öffentlichen Hand sind in zahllose vereinzelte Initiativen geflossen, mit allen Risiken und Nachteilen, die eine solche Zersplitterung in sich birgt. So wurden und werden zwangsläufig Mehrfachentwicklungen getätigt, außerdem konnten kaum Skaleneffekte im Einkauf genutzt werden. Zudem ist die Kompatibilität unterschiedlicher Lernkonzepte über Länder- und Schulgrenzen hinaus nicht gesichert."

"Quantitative Ergebnisse aus Langzeitstudien gibt es auf Grund der Kürze der Verfügbarkeit von E-Learning in Schulen noch nicht. Erste Erfahrungen bestätigen jedoch, dass die positiven Effekte durch E-Learning im schulischen Bereich enorm sind und der Einsatz neuer Medien die Reform der schulischen Bildung nachhaltig fördern kann", sagt Freyberg. Der Einsatz neuer Medien im Unterricht fördert die Medienkompetenz, die inzwischen neben Lesen, Schreiben und Rechnen als die "vierte Kulturtechnik" angesehen wird. Darüber hinaus unterstütze der Einsatz von Computern den von den Pisa-Initiatoren geforderten Wandel von einer faktenorientierten Wissensvermittlung hin zu einem handlungsorientierten Aufbau von Methoden- und Problemlösungskompetenz. Im Mittelpunkt stünde dabei der Praxistransfer, der anhand realer, aktueller Beispiele und Kontexte vermittelt wird. "Dabei spielt die Nutzung des Internets als offene Informationsquelle eine wichtige Rolle. Erste Ansätze dazu zeigt beispielsweise der Verein 'Schulen ans Netz'", so Freyberg.

Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass die öffentliche Hand sich von den bisherigen halbherzigen Ansätzen verabschieden und das Thema E-Learning gemeinsam mit allen Beteiligten, einschließlich der Industrie sowie Eltern und Schülern, konsequent und zentral neu aufsetzen muss. "Den Einwand, dass den Kommunen dazu das Geld fehle, kann man hier nicht gelten lassen, denn die zur Verfügung stehenden Mittel könnten viel effektiver genutzt werden - ergänzt durch die bereits in mehreren Pilotprojekten nachgewiesene Bereitschaft der Eltern, sich mit speziellen Leasing-Angeboten finanziell an einer besseren Ausstattung der Kinder mit Laptops zu beteiligen. Nur wenn alle deutschen Schüler, ohne Berücksichtigung der sozialen Herkunft, frühzeitig und mit großer Nachhaltigkeit geschult werden, mit neuen Internet-basierten Lern- und Recherche-Werkzeugen umzugehen, wird sich das Bildungsniveau an den deutschen Schulen wieder im internationalen Vergleich messen lassen können", so Freyberg.

 Pisa: Einsatz von Computern an deutschen Schulen mangelhaft
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,95€
  2. (mindestens 16,15€ bezahlen und Vegas Pro 14 EDIT und Magix Video Sound Cleaning Lab erhalten)
  3. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€
  4. 44,99€

Dibo 10. Dez 2004

wir müßten noch sehr viel von den Japanern lernen und das ist nur die Erziehung!

o.O 10. Dez 2004

"Japan steht bei den Anzahl Schülern (12) je Rechner genauso schlecht da wie...

o.O 10. Dez 2004

"100% Breitband an den Schulen hat schon was...." ja. für noch mehr spam gesorgt. .kr...

Dibo 08. Dez 2004

eigentlich könnte man die Schule wie ein Hotel vergleichen, in deren Zimmer je ein GEZ...

Tantalus 08. Dez 2004

Das gilt aber nur für Privatpersonen, Firmen usw. (AFAIK auch Schulen, deshalb fehlt in...


Folgen Sie uns
       


Alstom E-Bus Prototyp in Berlin - Bericht

Der Alstom Aptis kann mit beiden Achsen lenken und ist deshalb besonders wendig. Wir sind in Berlin eine Runde mit dem Elektrobus gefahren.

Alstom E-Bus Prototyp in Berlin - Bericht Video aufrufen
Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

HP Z2 Mini Workstation G3 im Test: Leises Rauschen hinterm Monitor
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test
Leises Rauschen hinterm Monitor

Unterm Tisch, auf dem Tisch oder hinter den Bildschirm geklemmt: HPs Z2 Mini Workstation ist ein potentes, wenn auch nicht gerade sehr preiswertes Komplettsystem. Den Preis ist der PC aber wert, denn er ist leise, modular und kann einfach gewartet werden. Der Admin dankt!
Ein Test von Oliver Nickel

  1. HP Pavilion Gaming Hardware für Gamer, die sich Omen nicht leisten wollen
  2. Chromebook x2 HP präsentiert Chrome-OS-Detachable mit Stift
  3. Laserjet Pro M15w und M28w HPs Laserdrucker schrumpfen auf 34 Zentimeter Länge

    •  /