Thunderbird mit RSS-Reader, Spam-Filter und globalem Eingangsordner. Das Mozilla-Team bietet ab sofort die fertige Version des E-Mail-Clients Thunderbird 1.0 für die Plattformen Windows, Linux und MacOS X kostenlos in deutscher Sprache zum Download an. Als Besonderheit verfügt Thunderbird über einen globalen Eingangsordner, einen RSS-Reader und eine Unterstützung von Erweiterungen, während der integrierte Spam-Filter schon als Selbstverständlichkeit für einen aktuellen E-Mail-Client gilt.
Thunderbird 1.0 unterstützt HTML-E-Mails, die Protokolle SMTP, POP3 sowie IMAP und besitzt entsprechende Filter, um E-Mails leicht automatisch sortieren zu können. Für eine leichte Übersicht lassen sich E-Mails innerhalb eines Ordners in verschiedene Gruppen unterteilen, indem diese etwa nach Datum, Absender oder Priorität sortiert werden. Bei einer Datumssortierung werden die E-Mails von gestern, vorgestern oder der letzten Woche in entsprechenden Gruppen zusammengefasst, um E-Mails leichter zu verwalten.
In Thunderbird können für ein E-Mail-Konto mehrere Benutzer angelegt werden, wobei der E-Mail-Client automatisch den angemessenen Benutzer auswählt, wenn E-Mails beantwortet oder weitergeleitet werden. Zudem steht ein globaler Eingangsordner bereit, in dem sich die E-Mails aus verschiedenen Konten sammeln lassen, um diese innerhalb eines Verzeichnisses bearbeiten zu können.
Für eine leichte Suche von E-Mails steht eine Suchleiste bereit, die gefundene Begriffe in einer E-Mail markiert, sowie ein spezieller Ordner, der sich gefundene Ergebnisse merkt, um diese jederzeit leicht abrufen zu können. Geschriebene Nachrichten korrigiert die MySpell-Korrektur, die auch von OpenOffice.org verwendet wird.
Über einen integrierten RSS-Reader lassen sich entsprechende RSS-Feeds verwalten, um so über aktuelle Neuigkeiten auf Webseiten oder Weblogs informiert zu werden. Der Spam-Filter in Thunderbird lässt sich umfassend konfigurieren und anpassen, um so der E-Mail-Werbeflut leicht Herr werden zu können. Aus Sicherheitsgründen und um eine Wurm-Infektion zu verhindern, werden in E-Mails eingebettete Bilder nicht automatisch geladen.
Das Mozilla-Team will einen Wechsel von anderen E-Mail-Clients dadurch erleichtern, dass entsprechende Import-Filter für Mail-Verzeichnisse, Adressbücher und getätigte Einstellungen von E-Mail-Anwendungen wie Mozilla, Netscape, Outlook Express, Outlook oder Eudora integriert sind.
Leider fehlt auch Thunderbird 1.0 – eine Art Spezialität der Mozilla-Applikationen – eine Funktion, um E-Mails umzuleiten, so dass man von Haus aus empfangene Nachrichten nur weiterleiten kann. Immerhin lässt sich die Funktion über eine Erweiterung nachrüsten, die allerdings nicht in der Mozilla-Erweiterungsseite(öffnet im neuen Fenster) auftaucht, sondern die nur über eine separate Webseite(öffnet im neuen Fenster) erhältlich ist, die man erstmal finden muss.
Thunderbird 1.0 steht ab sofort für Windows, Linux und MacOS X kostenlos in deutscher Sprache zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.