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PlayStation 3: Nvidia entwickelt den Grafikchip

GeForce-Technik für Cell-bestückten PlayStation-2-Nachfolger. In Sonys PlayStation-2-Nachfolger wird ein GeForce-Grafikchip der nächsten Generation stecken, wie Sony Computer Entertainment Inc. und Nvidia nun offiziell bekannt gaben. Bereits im August 2003 zitierte der Nachrichtensender CNN einen Analysten, der von Verhandlungen zwischen Nvidia und Sony berichtete.
/ Christian Klaß
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Beide Unternehmen entwickeln den speziell auf die PlayStation 3 zugeschnittenen Grafikprozessor, der dem Cell-Prozessor zur Seite stehen soll. Die Zusammenarbeit ist auf mehrere Jahre ausgelegt und beschränkt sich nicht nur auf den PlayStation-2-Nachfolger, sondern ermöglicht Sony auch den Einsatz in weiterer Unterhaltungselektronik. Für Entwickler dürfte der Wechsel von Sonys schwer zu programmierenden PS2-Chips hin zu Cell und GeForce-Technik die Ausnutzung der Hardware deutlich erleichtern, zumal auch für Cell eine einfache Programmierung in Aussicht gestellt wurde.

Die Zusammenarbeit zwischen Nvidia und Sony wurde nicht erst jetzt gestartet. Nvidias CEO und Präsident Jen-Hsun Huang dazu: "Über die letzten zwei Jahre hat Nvidia eng mit Sony Computer Entertainment an ihrem Next-Generation-Computer-Entertainment-System zusammengearbeitet. Parallel dazu haben wir unsere GeForce-GPU der nächsten Generation entwickelt" , womit die GeForce-6-Serie gemeint sein dürfte. Durch die Kombination aus Cell und Nvidia-Technik verspricht sich Huang eine atemberaubende Grafikqualität. Gefertigt werden soll die Spezial-GPU in der Nagasaki Fab2 der Sony Group sowie dem von Toshiba und Sony betriebenen Werk OTSS.

Für Nvidia dürfte die Partnerschaft mit Sony ein Glücksfall sein - denn wenn Sony Computer Entertainment es auch mit der PlayStation 3 schafft, so viele Geräte wie bei der PlayStation 2 zu verkaufen, so spielt dies dem Grafikchiphersteller auch auf längere Zeit einiges an Lizenzzahlungen ein. Nvidias ärgster Konkurrent ATI hatte Microsoft überzeugen können, für die Xbox 2 lieber auf ATI statt wie bei der ersten Xbox-Generation auf Nvidia zu setzen. Auch mit Nintendo ist ATI noch liiert - beide haben ihre Zusammenarbeit 2003 über den GameCube hinaus ausgedehnt , dazu aber bisher nichts Weiteres verkündet.

Die PlayStation 3 wird für 2006 erwartet, die Xbox 2 soll im Herbst 2005 erscheinen. Beim potenziellen GameCube-Nachfolger bleibt noch abzuwarten, wann er kommt.


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