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Sun mit eigener Open-Source-Lizenz gegen die GPL?

OSI soll Common Development and Distribution License prüfen. Sun hat der Open Source Initiative (OSI) mit der "Common Development and Distribution License" (CDDL) eine eigene Open-Source-Lizenz zur Prüfung vorgelegt. Sun macht aber keinen Hehl daraus, dass die Lizenz wohl inkompatibel zur GPL ist, Software unter der CDDL sich also nicht mit GPL-Software kombinieren lässt. Erst die OSI entscheidet aber, ob die Lizenz das Siegel "Open Source" erhält.
/ Jens Ihlenfeld
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Die CDDL(öffnet im neuen Fenster) ist von der Mozilla Public License (MPL)(öffnet im neuen Fenster) abgeleitet und erlaubt es zwar, Dateien, die unter der CDDL stehen, mit Dateien zu linken, die unter MPL-ähnlichen sowie "akademischen" Lizenzen wie der BSD- oder Apache-Lizenzen stehen, nicht aber mit GPL-Dateien, erklärt Claire Giordano(öffnet im neuen Fenster) von Suns CDDL-Team.

Damit wäre es beispielsweise nicht möglich, CDDL-Software in einem GPL-Projekt wie Linux einzusetzen. Nun liegt es nahe, dass Sun plant, Solaris unter der CDDL als Open Source zu veröffentlichen, auch wenn Sun sich diesbezüglich zurückhält. Zwar hat Jonathan Schwartz mehrfach angekündigt, Solaris als Open Source veröffentlichen zu wollen, ob unter der CDDL, ist aber offen.

Würde Solaris aber unter der CDDL freigegeben werden, könnte Sun so verhindern, dass Teile aus Solaris in Linux übernommen werden. Ob die CDDL aber eine Open-Source-Lizenz ist, muss nun erst einmal die Open Source Initiative entscheiden.


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