Abo
  • Services:

Fehlerhaftes Anno 1503: Spieler planen Sammelklage

Bisher nur kostenpflichtige Königsedition des Spiels ohne bekannte Fehler

Unter dem Dach von NoMoreBugs hat sich eine Gruppe von enttäuschten Anno-1503-Spielern zusammengeschlossen, um den Spieleentwickler und -publisher Sunflowers gemeinsam zu verklagen. Der Auslöser dafür ist die kürzliche Veröffentlichung der so genannte Königsedition (KE) von Anno 1503, die das original Anno 1503 plus Add-On enthält und von einigen gravierenden Fehlern bereinigt wurde - bestehende Anno-1503-Besitzer würden laut NoMoreBugs jedoch außen vor bleiben und seien zum Neukauf gezwungen, um das Strategiespiel ohne Fehler genießen zu können.

Artikel veröffentlicht am ,

Einen entsprechenden Patch für diejenigen, die nur das Ende 2002 veröffentlichte original Anno 1503 oder Anno 1503 plus Ende 2003 erschienenem Add-On besitzen, würde es nicht geben und bisher sei auch kein Patch angekündigt worden. "Das bedeutet, dass ein Anno-Spieler, der diese Bugs gefixt haben will, im Prinzip jetzt nochmal zur Kasse gebeten wird. Fragen zu diesem Thema, egal wie sachlich gestellt, werden im offiziellen Anno-Forum von Sunflowers einfach gelöscht", beklagt NoMoreBugs.

Stellenmarkt
  1. we are digital GmbH, Raum München (Home-Office)
  2. TDM Systems GmbH, Tübingen

Mit der Klage wollen die Anno-1503-Fans versuchen, einen Teil des Kaufpreises zurückerstattet zu bekommen, weil der Hersteller sein Produkt nicht mit den zugesicherten Eigenschaften ausgeliefert habe und auch seinen Versprechen auf Nachbesserung nicht nachgekommen sei bzw. die Nachbesserungsversuche nicht zufriedenstellend waren, so NoMoreBugs.

Nach deutschem Recht bestehe hier grundsätzlich das Recht auf Wandlung oder Preisminderung, zumal unbestreitbar sei, dass in Anno 1503 noch heute jede Menge gravierende Bugs enthalten seien, die das Spielvergnügen drastisch mindern. "Mal ganz abgesehen von dem den Käufern zugesagten Multiplayermodus (MP), der im Spiel ursprünglich enthalten sein sollte", schießt NoMoreBugs gegen Sunflowers. Wegen des versprochenen, aber auf Grund "schwerer technischer Probleme" aufgegebenen Multiplayer-Modus hatte Sunflowers so einige Fans gegen sich aufgebracht. Auch hierbei denkt man bei NoMoreBugs darüber nach, noch eine Anzeige wegen "Betruges bzw. arglistiger Täuschung" gegen Sunflowers zu erstatten.

"Uns ist bei der Klage gar nicht so wichtig, dass wir tatsächlich unser Geld zurück bekommen, viel wichtiger ist uns, ein Zeichen zu setzen. Es wird Zeit, dass auch für Computerspieler Recht Recht bleibt. Wir wollen uns nicht von Unternehmen wie Sunflowers dermaßen über den Tisch ziehen lassen. Sollten wir es schaffen, eine solche Klage auf die Beine zu stellen und erfolgreich durchzuziehen, könnte das weitgreifende, eigentlich seit langem notwendige Änderungen in der Qualitätspolitik der Spielehersteller bewirken, von denen dann letzten Endes die gesamte Computer-Spiele-Community profitieren würde; das käme einer Revolution gleich. Vielleicht würden wir dann in Zukunft mehr Qualität und weniger Bananenprodukte, die erst beim Spieler/Käufer reifen, kaufen können", so NoMoreBugs.

Zur Vorbereitung der Klage wurde auf www.NoMorebugs.de ein gesonderter Bereich eingerichtet. Für die Finanzierung der ersten Instanz werden voraussichtlich ca. 3.000,- Euro benötigt, allerdings nur für den Fall, dass die von NoMoreBugs gegründete Streitgenossenschaft scheitert. So würden noch mindestens 150 weitere geschädigte Anno-1503-Besitzer oder aber ein Sponsor gesucht.

"Angesichts der Tatsache, dass Sunflowers hunderttausende Lizenzen alleine in Deutschland verkauft hat, sollte das doch eigentlich kein Problem sein", so NoMoreBugs, die noch einen Anwalt bzw. eine Anwaltskanzlei und Unterstützung etwa durch andere Organisationen wie Verbraucherzentralen suchen. "Man sollte sich auch klarmachen, dass dies ja leider kein Einzelfall ist. Andere Unternehmen der Branche gebaren sich sehr ähnlich und vor allen Dingen immer dreister, da dies bisher immer mehr oder weniger ungestraft blieb. Die Spieler haben halt keine starke Lobby, die sie vertritt."



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 54,95€
  2. (-79%) 7,77€
  3. 13,99€
  4. 20,99€ - Release 07.11.

blub 02. Mai 2006

ÄHM ich kann mich täuschen aber für sunflowers gilt wohl eher das HGB

Raphael 27. Dez 2005

Ich finde es vorallem fies, dass ich vor dem Kauf nicht auf den fehlenden Multiplayer...

jonny buss 12. Dez 2005

Mission 1: Nova Fora: Teil 1 wie bekomme ich Prinzessin Katharina vom martapfahl los ich...

hackl 07. Dez 2004

@DasSchaf: Weil mittlerweile alle Leute in so sind, falls es Dir noch nicht aufgefallen...

knock 07. Dez 2004

Danke!


Folgen Sie uns
       


3D Mark Raytracing Demo (RTX 2080 Ti vs. GTX 1080 Ti)

Wir haben die Raytracing Demo von 3D Mark auf Nvidias neuer Geforce RTX 2080 Ti und der älteren Geforce GTX 1080 Ti abspielen lassen.

3D Mark Raytracing Demo (RTX 2080 Ti vs. GTX 1080 Ti) Video aufrufen
Norsepower: Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff
Norsepower
Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff

Der erste Test war erfolgreich: Das finnische Unternehmen Norsepower hat zwei weitere Schiffe mit Rotorsails ausgestattet. Der erste Neubau mit dem Windhilfsantrieb ist in Planung. Neue Regeln der Seeschifffahrtsorganisation könnten bewirken, dass künftig mehr Schiffe saubere Antriebe bekommen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Car2X Volkswagen will Ampeln zuhören
  2. Innotrans Die Schiene wird velosicher
  3. Logistiktram Frankfurt liefert Pakete mit Straßenbahn aus

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

Neuer Echo Dot im Test: Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen
Neuer Echo Dot im Test
Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen

Echo Dot steht bisher für muffigen, schlechten Klang. Mit dem neuen Modell zeigt Amazon, dass es doch gute smarte Mini-Lautsprecher mit dem Alexa-Sprachassistenten bauen kann, die sogar gegen die Konkurrenz von Google ankommen.
Ein Test von Ingo Pakalski


      •  /