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Spieletest: Metroid Prime 2 Echoes - Neues Cube-Meisterwerk

Wieder fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Nintendo und Retro Studios. Als sich Nintendo und die Entwickler der Retro Studios vor mehr als drei Jahren zusammenschlossen, um die berühmte Metroid-Serie in die dritte Dimension zu bringen, fürchteten viele alte Fans, dass die Lizenz verwässert werden könnte und bald schon nichts mehr mit den Ursprüngen der Reihe zu tun haben würde. Das Gegenteil war allerdings der Fall: AlsMetroid Prime vor gut zwei Jahren erschien, bediente es alte und neue Fans gleichermaßen, und bis heute gibt es wenig vergleichbar großartige Spiele für Nintendos Würfel. Die Fortsetzung führt diesen Erfolg nun konsequent fort.
/ Thorsten Wiesner
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Von Beginn an wird klar, dass sich nicht viel Grundsätzliches seit dem letzten Metroid Prime geändert hat: Der Spieler übernimmt selbstverständlich erneut die Rolle der Kopfgeldjägerin Samus Aran, und wieder wird alles aus der Ego-Perspektive wahrgenommen. Auch die Hintergrundgeschichte klingt zunächst nicht unbedingt innovativ: Samus bekommt einen Notruf vom Planeten Aether, auf dem sie nach einer Bruchlandung schnell zwischen die Fronten zweier rivalisierender Rassen gerät – und anhand zahlreicher alter Relikte erst einmal herausfinden muss, was eigentlich der Grund für die Unruhen ist.

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Einen Großteil seiner Zeit verbringt man mit dem Beschießen diverser fieser Gegner, was durch einfachen Druck auf die A-Taste geschieht; dank automatischer Zielerfassung per Schultertaste klappt das auch in Gefechten mit mehreren Gegnern hervorragend. Durch längeres Drücken werden besonders starke Schüsse entfacht, zudem gibt es natürlich wieder zahlreiche Upgrades. Aufrüsten lassen sich aber nicht nur die Waffen, sondern auch das Visier der Kopfgeldjägerin – auf liebgewonnene Extras wie eine Nacht- oder die Thermalsicht muss auch diesmal nicht verzichtet werden.

Ohnehin wird natürlich auch wieder viel Zeit mit dem Analysieren der Umgebung zugebracht – ebenfalls per Knopfdruck werden Türen und Maschinen gescannt, was nützliche Informationen für das weitere Vorgehen zutage fördert. Die zahlreichen Optionen sorgen dafür, dass sich das Pad vor allem für Einsteiger zu Beginn ein wenig überbelegt anfühlt; nach der Eingewöhnungszeit wird aber wieder klar, dass die Entwickler die Knopf-Belegung kaum intelligenter hätten wählen können.

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Immer wenn es einem beliebt wechselt man in die bekannte Form des Morph-Balls und rollt durch die Level, wodurch Regionen erreichbar sind, die sonst zu eng und verwinkelt wären. Der Bewegungsradius wird zusätzlich durch einen Doppelsprung, mit dem sich hohe Plattformen erreichen lassen, und einen Greifhaken zum Überwinden großer Abgründe erweitert.

Eine Besonderheit des Planeten Äther ist, dass er aus zwei vollkommen unterschiedlichen Bereichen besteht – der Licht- und der entgegengesetzten Schattenwelt. Während Erstere mit Wüsten- und Lava-Szenarien, toll designten Planetenoberflächen und detailreich verzierten Raumstationen aufwartet, geht es in der zweiten sehr düster und trüb, nichtsdestotrotz aber genauso grandios designt zu.

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Diese unterschiedlichen Welten wirken sich ganz massiv auf das Spiel selbst aus – so können bestimmte Rätsel in der einen Welt etwa nur dann gelöst werden, wenn vorher in der anderen Welt ein Schalter betätigt wurde. Auch spannend: Mit Licht- und Schattenwaffen, die im späteren Spielverlauf zur Ausrüstung gehören, lassen sich jeweils Schatten- bzw. Licht-Monster besser bekämpfen.

In der Schattenwelt kann sich Samus allerdings nicht ohne weiteres länger aufhalten: Die giftige Atmosphäre zehrt an ihrer Lebensenergie, nur in bestimmten Blasen – einzelnen abgetrennten Bereichen – kann wieder Kraft aufgetankt werden. Je nach Spielernatur wird man diese so zusätzlich entstehende Hektik entweder auf Grund des zusätzlichen Adrenalin-Kicks lieben oder abgrundtief hassen, weil kaum Zeit zum Betrachten der schönen Areale bleibt.

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Wie schon im ersten Teil ist der Schwierigkeitsgrad recht knackig – vor allem einige der späteren Endgegner haben es wirklich in sich und verlangen einige Übung. Leider ist das schon im letzten Teil nicht ganz überzeugende Checkpoint-Problem kaum überarbeitet worden; immer noch dauert es zum Teil Minuten, bis wieder gespeichert werden kann.

Ein Mehrspieler-Modus ist ebenfalls enthalten, bis zu vier Personen können per Deathmatch oder im Team-Modus die schicken Arenen durchkämpfen. Hierbei wird allerdings nur Splitscreen geboten – ein Online-Modus wurde nicht integriert.

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Metroid Prime 2 Echoes ist exklusiv für den GameCube im Handel erhältlich. Wichtiger Hinweis: Das Spiel setzt zwingend einen 60-Hz-fähigen Fernseher voraus – wer ein älteres Gerät besitzt, das nur 50 Hz unterstützt, kann den Titel somit nicht spielen!

Fazit:
Metroid Prime 2 Echoes ist dem Vorgänger schon in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich, in fast allen Belangen aber nochmal einen Tick besser – die Grafiken sind noch beeindruckender, das Leveldesign noch perfekter, die Atmosphäre somit unglaublich gut. Cube-Besitzer müssen zugreifen – auch wenn der Zeitdruck in der Schattenwelt und die langen Abstände zwischen den einzelnen Checkpoints beim einen oder anderen Einsteiger für etwas Frust sorgen könnten.


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