Abo
  • Services:

74 Prozent der IT-Firmen erwarten 2005 Umsatzanstieg

46 Prozent wollen neue Arbeitsplätze schaffen

Die Unternehmen der Informations- und Telekommunikationswirtschaft (ITK) rechnen im kommenden Jahr (2005) mit einem kräftigen Umsatzplus. Das ergab das Branchenbarometer des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom), das auf einer vierteljährlich stattfindenden Umfrage des Verbandes unter seinen Mitgliedsfirmen beruht. Danach rechnen 74 Prozent der Unternehmen im Jahr 2005 mit steigenden Umsätzen, weitere 15,5 Prozent gehen von stabilen Erlösen aus.

Artikel veröffentlicht am ,

37 Prozent der Unternehmen erwarten sogar eine Umsatzsteigerung von mehr als fünf Prozent. Auf dieser Basis bestätigt der Bitkom seine Wachstumsprognose von 3,4 Prozent auf 136 Milliarden Euro im deutschen ITK-Markt für das kommende Jahr. "Die IT- und Telekommunikationsbranche wird wieder zum Zugpferd für die Gesamtwirtschaft", sagte Bitkom-Präsident Willi Berchtold. Einen positiven Effekt werde der Umsatzanstieg auf die Mitarbeiterzahl in der Branche haben. Berchtold: "Der Trend geht bei vielen Unternehmen wieder zu Neueinstellungen." 46 Prozent der Firmen wollen im kommenden Jahr neue Jobs schaffen, 42 Prozent rechnen mit einer stabilen Mitarbeiterzahl und nur 12 Prozent sehen sich gezwungen, Arbeitplätze abzubauen.

Stellenmarkt
  1. infoteam Software AG, Bubenreuth,Dortmund
  2. Robert Bosch GmbH, Leonberg

Bereits im dritten Quartal 2004 waren laut Bitkom-Umfrage die Umsätze für 56 Prozent der Unternehmen gestiegen. Im vierten Quartal des laufenden Jahres gehen sogar 60 Prozent der ITK-Anbieter von einem Umsatzanstieg aus. "Der Markt wird derzeit vor allem von Softwareunternehmen, IT-Dienstleistern und Mobilfunkbetreibern angetrieben", sagte Berchtold. Am stärksten zieht die Nachfrage bei den Softwareanbietern an. 84 Prozent rechnen für 2005 mit einem Umsatzplus. Der Großteil der Nachfrage stamme von gewerblichen Kunden, die mit dem Einsatz neuer Programme zur Steuerung ihrer betrieblichen Abläufe ihre Effizienz steigern wollen. Ebenfalls stark gefragt seien Sicherheitslösungen, die vor Viren oder Datenverlust schützen.

Unter den IT-Dienstleistern gehen 76 Prozent von einem Umsatzzuwachs im kommenden Jahr aus. Dabei profitieren die Anbieter vom anhaltenden Trend zum Outsourcing von IT-Aufgaben. Gleichzeitig steige mit höheren Ausgaben für neue Computer-Hardware der Bedarf für die Implementierung der Anlagen und die Schulung der Mitarbeiter.

Auf Wachstumskurs bleiben nach Bitkom-Angaben die Anbieter von Mobilfunkdiensten, von denen 83 Prozent mit steigenden Umsätzen rechnen. Die Zahl der Handy-Nutzer soll auch im kommenden Jahr steigen. Zusätzliche Impulse bringt die Mobilfunktechnik UMTS. Sie wird viele neue Anwendungen hervorbringen und das Geschäft mit Datendiensten für das Handy und mobiles Computing ankurbeln. Die Hersteller von Telekommunikationsinfrastruktur, die lange Zeit Umsatzeinbußen verzeichneten, bestätigten ihren Aufwärtstrend: 70 Prozent rechnen mit einem Zuwachs der Erlöse.

Als größtes Hemmnis für ihren geschäftlichen Erfolg bewertet die Mehrheit der vom Bitkom befragten Unternehmen zum dritten Mal in Folge die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland: 53,5 Prozent der Firmen nannten die Politik als Markthemmnis, gefolgt von einer noch steigerungsfähigen Inlandsnachfrage (36,5 Prozent) und Finanzierungsschwierigkeiten (31 Prozent). Bei den politischen Rahmenbedingungen ist es vor allem die hohe Belastung mit Steuern und Abgaben, die den Unternehmen zu schaffen macht: 53 Prozent werten die hohe Abgabenlast als Markthemmnis Nummer eins. 49 Prozent der Firmen bemängeln das starre Arbeitsrecht und 31 Prozent die Bildungspolitik in Deutschland.

Aus Sicht des Bitkom darf die Bundesregierung die ITK-Industrie nun nicht mit zusätzlichen Abgaben belasten. Ein Beispiel hierfür sei das Urheberrecht. Schon heute zahlen die ITK-Unternehmen pauschale Abgaben für CD-Brenner, DVD-Brenner, MP3-Player oder Kopierer. Der Bundesregierung reiche das aber nicht aus: Sie erarbeite zurzeit ein neues Gesetz, das die Abgabe auf zahlreiche Geräte ausdehnen soll, darunter PCs und Drucker. "Die Abgabenlast für Industrie und Verbraucher würde sich nach diesem Entwurf mindestens verdoppeln und viele innovative Produkte für den Kunden teurer werden", sagte Berchtold. "Das gefährdet unser Wachstum." Gerade jetzt, wo die Branche wieder in Schwung kommt, brauche man die aktive Unterstützung der Politik und keine weiteren Belastungen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 57,99€
  2. 107,85€ + Versand

JohnMcClane 30. Nov 2004

Selbst wenn es einen leichten Anstieg geben wird, auf dem Stellenmarkt wird man dies...

Fräger 30. Nov 2004

Das neue Arbeitsplätze geschaffen werden, eher das man ein paar Positionen besetzt wo...


Folgen Sie uns
       


Golem.de lässt Alexa schlecht lachen und rappen

Alexa kann komisch lachen und schlecht rappen - wie man im Video hört.

Golem.de lässt Alexa schlecht lachen und rappen Video aufrufen
Physik: Maserlicht aus Diamant
Physik
Maserlicht aus Diamant

Ein Stickstoff-Fehlstellen-basierter Maser liefert kontinuierliche und kohärente Mikrowellenstrahlung bei Raumtemperatur. Eine mögliche Anwendung ist die Kommunikation mit Satelliten.
Von Dirk Eidemüller

  1. Xiaoice und Zo Microsoft erforscht menschlicher wirkende Sprachchat-KIs
  2. Hyperschallgeschwindigkeit Projektil schießt sich durch den Boden
  3. Materialforschung Stanen - ein neues Wundermaterial?

Underworld Ascendant angespielt: Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge
Underworld Ascendant angespielt
Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge

Wir sollen unser Können aus dem bahnbrechenden Ultima Underworld verlernen: Beim Anspielen des Nachfolgers Underworld Ascendant hat Golem.de absichtlich ein kaputtes Schwert bekommen - und trotzdem Spaß.
Von Peter Steinlechner

  1. Otherside Entertainment Underworld Ascendant soll mehr Licht ins Dunkle bringen

Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
Datenschutz
Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Soziales Netzwerk Facebook will in Deutschland Vertrauen wiedergewinnen
  2. Denial of Service Facebook löscht Cybercrime-Gruppen mit 300.000 Mitgliedern
  3. Vor Anhörungen Zuckerberg nimmt alle Schuld auf sich

    •  /