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Einigung im Unix-Streit nun öffentlich

Dokument aus dem Jahre 1994 und seine Auswirkungen auf SCO. Auf Groklaw wurde jetzt eine bislang nicht öffentlich zugängliche Einigung zwischen den Unix System Laboratories und der Universität Kalifornien im Streit um die Unix-Rechte veröffentlicht. Dem Dokument aus dem Jahre 1994 kommt durch SCOs Vorgehen gegen Linux neues Gewicht zu.
/ Jens Ihlenfeld
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SCO ist nach eigener Ansicht alleinig im Besitz der Rechte an Unix, die das Unternehmen von Novell erworben hat. Novell, die die Rechte ihrerseits von AT&T/USL erworben haben, sehen dies etwas anders. Zumindest öffentlich nicht eindeutig geklärt ist zudem die Situation der Unix-Rechte, wie sie sich nach der Einigung der USL mit der Universität Kalifornien ergab, war die Einigung bislang doch nicht öffentlich einsehbar.

Einer der Unterstützer von Groklaw konnte nun die Herausgabe eines Dokuments aus dem Jahre 1994 zur Einigung zwischen USL und Universität Kalifornien unter dem Public Records Law erreichen. Das Dokument(öffnet im neuen Fenster) steht nun bei Groklaw zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.

Im Hinblick auf SCO scheint vor allem der Punkt 3c) interessant. Da heißt es, die Unix System Laboratories (USL) werden nicht gegen Personen vorgehen, die im Zugriff beschränkte Dateien nutzen, nachdem diese im Rahmen der Einigung öffentlich zugänglich wurden. Die USL behielten sich lediglich das Recht vor, gegen die eigenen Lizenznehmer vorzugehen, wenn diese ihre Lizenzverträge verletzen. Genau dies ist aber der Vorwurf von SCO an IBM, die ihre Klage mit einem Verstoß gegen IBMs Lizenzvertrag ansehen.

Wie sich dies auf Möglichkeiten von SCO auswirkt, auch gegen Dritte vorzugehen, muss sich zwar sicherlich noch zeigen, doch scheinen diese dadurch eingeschränkt. Denn die USL gewähren der Universität Kalifornien und Dritten im Punkt 3d) das Recht, zahlreiche explizit aufgeführte und Unix-abgeleitete Dateien frei und ohne Lizenzgebühren zu verbreiten, zu verändern und in veränderter Form wieder zu verbreiten. Damit sollte auch die Nutzung dieser BSD-Dateien in Linux unproblematisch sein.


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