Abo
  • Services:

Neuer PC-Emulator für MacOS X - tatsächlich?

Unseriöser Internet-Auftritt weckt Zweifel am PC-Emulator iEmulator

Mit iEmulator steht ein neuer PC-Emulator bereit, mit dem man auf MacOS X ein Linux- oder Windows-Betriebssystem einsetzen können soll. So lassen sich etwa Windows-Applikationen unter MacOS X nutzen, zu denen es keine entsprechenden MacOS-Pendants gibt. Die Webseite hinter dem Produkt vermittelt allerdings keinen seriösen Eindruck, da auf der Seite weder der Hersteller noch irgendwelche Kontaktmöglichkeiten verzeichnet sind.

Artikel veröffentlicht am ,

Die nur über die Webseite www.iemulator.com angebotene Software kann zum Preis von 23,95 US-Dollar bestellt werden. Eine Testversion steht nicht zum Download bereit, so dass interessierte Kunden sich im Vorfeld nicht über die Ablaufgeschwindigkeit oder Kompatibilität des Emulators informieren können.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

Der nicht namentlich auf der Webseite genannte Hersteller verweist stattdessen auf Videoclips, die einen Eindruck über die Software vermitteln sollen. Außer einer rudimentären FAQ und einer Bestellmöglichkeit gibt die Produktseite nicht viel her. Fehlende Angaben zum Hersteller oder Anbieter sowie keine Kontaktmöglichkeiten vermitteln keinen seriösen Eindruck. Erst nach Klick auf den Bestellknopf taucht eine Kontakt-E-Mail-Adresse auf.

Auch in einer parallel erschienenen Pressemitteilung wird der Hersteller des Produkts mit keiner Silbe erwähnt, was nicht nur ungewöhnlich ist, sondern weitere Zweifel an der Seriosität schürt. Die Domain der Webseite ist auf eine in New York beheimatete Firma namens I2N Internet Services registriert. Ob dies auch der Hersteller des Produkts ist, steht damit allerdings nicht zweifelsfrei fest.

Nach Angaben der Webseite wird die Software iEmulator erstmals in der aktuellen Version 1.6.0 angeboten, während vorherige Versionen nie veröffentlicht wurden. Um die Software einzusetzen, wird MacOS X 10.3 oder höher sowie mindestens ein G3-System benötigt. Zum Lieferumfang von iEmulator gehört eine ebenfalls nicht genannte DOS-Version, während eine Windows-Lizenz separat erworben werden muss.

Zu den Leistungsfähigkeiten der Software gehören bis zu vier verschiedene PC-Emulationen sowie ein bequemer Datenaustausch zwischen MacOS X und dem Emulator. In einer Pressemitteilung wird betont, dass sich die Software leicht und zugleich umfangreich konfigurieren lässt. Auf iEmulator sollen sich Windows 98, 2000 und XP sowie verschiedene Linux-Derivate installieren lassen. Auf einem PowerBook mit 1,5-GHz-Prozessor soll Windows etwa so schnell laufen wie auf einem 200 bis 550 MHz getakteten Windows-Rechner.

Nachtrag vom 29. November 2004 um 13:00 Uhr:
Die auf den Seiten von iEmulator bereit gestellten Videos zeigen als Applikationsinfo den Namen qemu, einem Open-Source-Emulator, der sich noch in der Entwicklung befindet. Das legt den Verdacht nahe, dass es sich bei dem Produkt iEmulator eigentlich um den Emulator qemu handelt, der nur einen anderen Namen erhielt und der - im Unterschied zu dem Original - gegen Bezahlung abgegeben wird.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,49€
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.02.)
  3. (-56%) 10,99€
  4. 9,95€

LoCal 05. Dez 2004

ich weiss nicht, welche 68k Umgebung du meinst, sorry? Also dass Du von 680x0 CPU dabei...

original-sonntag 05. Dez 2004

ich frage mich nur, aus welchen grund jemand auf einem G4 oder G5 unter OS X - was...

LoCal 04. Dez 2004

So ganz verstehst Du denn Sinn von Emulatoren nicht, oder? Und BeOS-PPC lief nie unter...

original-emulation 03. Dez 2004

gibts für PPC sowieso, sogar als 64 bit. BSD unter UNIX emulieren, wie sinnig :) das...

Nuendo 30. Nov 2004

nur zur Info: Der FAQ-Eintrag wurde aus der FAQ wieder weg genommen. Der qemu-Hinweis ist...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Mirage Solo und Camera - Test

Wir haben laut Lenovo "die nächste Generation VR" getestet. Tipp: Sie ist nicht so viel besser als die letzte.

Lenovo Mirage Solo und Camera - Test Video aufrufen
Red Dead Online angespielt: Schweigsam auf der Schindmähre
Red Dead Online angespielt
Schweigsam auf der Schindmähre

Der Multiplayermodus von Red Dead Redemption 2 schickt uns als ehemaligen Strafgefangenen in den offenen Wilden Westen. Golem.de hat den handlungsgetriebenen Einstieg angespielt - und einen ersten Onlineüberfall gemeinsam mit anderen Banditen unternommen.

  1. Spielbalance Updates für Red Dead Online und Battlefield 5 angekündigt
  2. Rockstar Games Red Dead Redemption 2 geht schrittweise online
  3. Games US-Spielemarkt erreicht Rekordumsätze

Machine Learning: Wie Technik jede Stimme stehlen kann
Machine Learning
Wie Technik jede Stimme stehlen kann

Ein Unternehmen aus Südkorea arbeitet daran, Stimmen reproduzierbar und neu generierbar zu machen. Was für viele Branchen enorme Kosteneinsparungen bedeutet, könnte auch eine neue Dimension von Fake News werden.
Ein Bericht von Felix Lill

  1. AWS Amazon bietet seine Machine-Learning-Tutorials kostenlos an
  2. Random Forest, k-Means, Genetik Machine Learning anhand von drei Algorithmen erklärt
  3. Machine Learning Amazon verwirft sexistisches KI-Tool für Bewerber

IMHO: Valves Ka-Ching mit der Brechstange
IMHO
Valves "Ka-Ching" mit der Brechstange

Es klingelt seit Jahren in den Kassen des Unternehmens von Gabe Newell. Dabei ist die Firma tief verschuldet - und zwar in den Herzen der Gamer.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. Artifact im Test Zusammengewürfelt und potenziell teuer
  2. Artifact Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
  3. Virtual Reality Valve arbeitet an VR-Headset und Half-Life-Titel

    •  /