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Lycos: Nutzer sollen Spam-Server angreifen

Make Love not Spam: Bildschirmschoner sendet Anfragen an Server von Spammern

Mit der Kampagne "Make Love not Spam" will Lycos Europe ab dem 1. Dezember 2004 aktiv gegen Spam vorgehen. Zum einen ist der Kampagnentitel als Aufforderung an Spam-Versender zu verstehen, zum anderen sollen aber auch die eigenen Nutzer eingebunden werden.

Genervten E-Mail-Anwendern will Lycos im Rahmen der Kampagne "Make Love not Spam!" die Möglichkeit geben, gegen die Absender unerwünschter Werbebotschaften zurückzuschlagen. Zentrales Instrument ist dabei ein Bildschirmschoner, der Seitenabrufe bei bekannten Spam-Versenderseiten erzeugt, um deren Server zumindest unter dem Ansturm zu verlangsamen.

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Je mehr Nutzer den Bildschirmschoner herunterladen und einsetzen, desto stärker mindert sich die Leistungsfähigkeit der Spam-Versenderseiten und gleichzeitig erhöhen sich die Kosten der Betreiber, so die Idee von Lycos, die sich an einer Distributed-Denial-of-Service-Attacke orientiert. Ziel der Kampagne ist es aber, die Attraktivität von Spam als Marketing-Instrument zu mindern, nicht die Server komplett in die Knie zu zwingen.

Dazu limitiert Lycos den Traffic, denn der Bildschirmschoner erzeugt maximal 3,4 MByte Daten pro Tag, Nutzer können diese Zahl aber auch nach unten schrauben. Der Bildschirmschoner steht unter www.lycos.de/makelovenotspam ab dem 1. Dezember 2004 zum kostenlosen Download zur Verfügung.

"Aus dem letzten Jahr wissen wir, dass gerade zur Weihnachtszeit das Spam-Aufkommen deutlich steigt. Das Versenden von Spam ist jedoch kein Kavaliersdelikt, denn Spam richtet volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe an. Daher legen wir im Kampf gegen Spam eine härtere Gangart gegenüber den Verantwortlichen ein und geben unseren Nutzern die Möglichkeit, sich gegen die Absender der nervigen Spam-Mails zur Wehr zu setzen", erläutert Felicitas Piegsda-Rohowski, Managing Director Portal bei Lycos Germany, die aus Schweden stammende Kampagne. Dort sei die Kampagne vor zwei Monaten gestartet und gut angenommen worden, so Lycos Europe.

Der Bildschirmschoner nutzt die Zeit, in der der an das Internet angeschlossene Rechner nicht verwendet wird, um Anfragen an bekannte Spam-Webseiten zu schicken. Je mehr Anwender den Bildschirmschoner herunterladen und nutzen, desto größer wird auf diesem Wege das Datenaufkommen auf den anvisierten Internetseiten.

Im aktiven Modus gibt der Bildschirmschoner eine geographische Übersicht der angepeilten Spam-Server und zeigt, an welche Seiten aktuell Anfragen gerichtet werden und wie viel Datenverkehr der einzelne Nutzer insgesamt bereits erzeugt hat.

Im Rahmen der "Make Love not Spam"-Kampagne werden ausschließlich Seiten anvisiert, die auf der Liste von Spamcop verzeichnet sind. Alle Einträge werden zusätzlich von Lycos Europe manuell geprüft.


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Buuh 03. Dez 2004

Ooooooder so! Seit Jahren belagern uns übereifrige Anbieter mit unerwünschten...

glatze 02. Dez 2004

die idee ist prinzipiell nich schlecht, aber hat lycos nicht mit anderen mail diensten...

Knolli 01. Dez 2004

Man muss schon fair bleiben und eine Reihe von Gesetzen sind auch sinnvoll, wie z.B. das...

o.O 30. Nov 2004

"Was du da vorschlägst ist Zensur. Wenn ich nun Bekannte/Verwandte/Freunde in Asien...

PingPinguin 29. Nov 2004

Pöbel oder Popel?


netzpolitik.org / 26. Nov 2004



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