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Handy-Markt: Nokia verliert, Siemens bangt um zweiten Platz

Samsung, Sony Ericsson und Motorola legen in Westeuropa deutlich zu. Auf dem westeuropäischen Handy-Markt könnten sich bald die bislang vertrauten Marktverteilungen rapide ändern, wenn die bisherige Entwicklung andauert. Obgleich Nokia Marktanteile verloren hat, wird den Finnen keiner der Konkurrenten gefährlich. Die Marktanteile von Samsung und Sony Ericsson sind hingegen im dritten Quartal 2004 so stark gewachsen, dass Siemens seinen gewohnten zweiten Platz bald einbüßen könnte.
/ Ingo Pakalski
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Der Branchen-Primus Nokia musste auf dem Westeuropa-Markt im dritten Quartal 2004 einen Rückgang bezogen auf die abgesetzten Stückzahlen von 8,3 Prozent verzeichnen, wie die Marktforscher von IDC ermittelt haben. Konnten die Finnen noch vor einem Jahr einen Marktanteil von 46,5 Prozent erreichen, liegt dieser nun bei nur noch 34,3 Prozent. Aber auch trotz dieses Rückgangs bleibt Nokia unangefochten der Marktführer in Westeuropa.

Dahinter folgt Siemens mit deutlichem Abstand und einem Marktanteil von derzeit 15,2 Prozent bei einer Steigerungsrate von 5,5 Prozent. Stark bedrängt wird Siemens von Samsung, die mit einer Steigerungsrate von 106,4 Prozent deutlich zulegen konnten und nun einen Marktanteil von 13,2 Prozent vorweisen. Dicht dahinter folgt Sony Ericsson, die durch eine merkliche Steigerung von 95,2 Prozent einen Marktanteil von 12,9 Prozent schafften. Noch im vergangenen Jahr hatte Sony Ericsson den dritten Platz inne, musste den nun aber an Samsung abtreten.

Stark in Bedrängnis gerät damit der bislang sicher geglaubte zweite Platz von Siemens, die bislang einen satten Vorsprung vor anderen Herstellern hatten und nun um ihren zweiten Rang fürchten müssen, wenn Samsung oder Sony Ericsson weiterhin so stark zulegen und Siemens nur eine geringere Steigerungsrate in den Absatzzahlen schafft. Aber auch der derzeit Fünftplatzierte könnte Siemens gefährlich werden, denn Motorola konnte sich durch einen ebenfalls beachtlichen Zuwachs von 88,4 Prozent einen Marktanteil von 10,1 Prozent sichern. Insgesamt ist der westeuropäische Handy-Markt nach IDC-Angaben im dritten Quartal 2004 um 24,1 Prozentpunkte gewachsen.


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