Intershop versucht, mehr Geld vom Kapitalmarkt zu bekommen
Die Anleihe soll eine Laufzeit bis 15. Dezember 2008 haben und eine effektive Verzinsung von 10 Prozent p.a. bieten, so dass zum Ende der Laufzeit eine Rückzahlung zu 146 Prozent erfolgen soll. Die Wandelanleihe ist mit den Rechten an der Intershop-Software besichert. Jede Teilwandelschuldverschreibung im Nennwert von einem Euro kann in eine Stückaktie umgetauscht werden.
Dieses Umtauschverhältnis soll auch im Falle einer möglichen späteren Kapitalherabsetzung unberührt bleiben. Als Teil des Sanierungskonzeptes beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft der nächsten Hauptversammlung eine Kapitalherabsetzung unter Zusammenlegung von Aktien vorzuschlagen. Konzeptionell soll die Wandelanleihe einem Beteiligungspapier sehr nahe kommen.
Den Aktionären wird neben dem Bezugsrecht ein Recht zum Überbezug eingeräumt, d.h. Aktionäre können über ihr Bezugsrecht hinaus Teilschuldverschreibungen zeichnen. Ein börslicher Handel der Bezugsrechte findet nicht statt. Teilschuldverschreibungen, die nicht von Altaktionären gezeichnet werden, sollen im Rahmen einer Privatplatzierung Investoren angeboten werden.
Die Kapitalmaßnahme soll nur dann zur Durchführung kommen, wenn der Gesellschaft ein Brutto-Emissionserlös von mindestens 5 Millionen Euro zufließt. Sollte dieses Mindest-Emissionsvolumen nicht erreicht werden, erfolgt eine Rückabwicklung.
Wesentlicher Teil der Sanierungsaktivitäten ist die abschließende Lösung des zwischenzeitlich gekündigten langfristigen Mietverhältnisses für den "Intershop Tower", das die Unternehmung mit mehr als einer Million Euro an jährlichen Leerstandskosten belastete.



