Abo
  • Services:
Anzeige

Kritik an Softwarepatenten auch von Seiten der EVP

Österreich soll sich gegen Softwarepatente im EU-Rat einsetzen

In der letzten Legislaturperiode hatte sich die Europäische Volks Partei (EVP) noch für die Einführung von Softwarepatenten stark gemacht. Im neu gewählten Europäischen Parlament melden sich nun aber auch prominente Stimmen aus Reihen der EVP gegen die Einführung von Softwarepatenen und die damit verbundene Entscheidung des Europäischen Rates.

"Ich teile die Sorge vieler Software-Entwickler, dass durch eine Patentierbarkeit von Software-Codes die Interessen kleiner und mittlerer IT-Unternehmen nachhaltig geschädigt werden könnten", erklärte jetzt Othmar Karas, Wirtschaftssprecher der ÖVP-Delegation im Europäischen Parlament und Vizepräsident der EVP. Er geht aber noch einen Schritt weiter: "Nachdem die polnische Regierung nunmehr offiziell erklärt hat, den Ratsvorschlag für eine Richtlinie zur Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen nicht unterstützen zu können, ergibt sich auch für Österreich und den Rat die Möglichkeit, ihren bisherigen Standpunkt zu überdenken und den ausgewogeneren Beschluss des Europäischen Parlaments nicht zu ignorieren."

Anzeige

Karas forderte vor diesem Hintergrund auch den zuständigen österreichischen Minister, Vizekanzler Gorbach, auf, sich für eine entsprechende Regelung im Rat einzusetzen. Der Beschluss des Europäischen Parlaments sei eine ausgewogene Lösung und stelle damit eine gute Grundlage dar, während der ursprüngliche Kommissionsvorschlag erheblich zu weit gehe.

Grundsätzlich begrüßte Karas die Einführung einer Richtlinie, die die einheitliche Rechtsanwendung durch Patentämter und Patentgerichte im Interesse eines funktionierenden Binnenmarktes, zur Schaffung von Rechtssicherheit und zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen regelt. "Dies ist schon alleine deshalb ein wichtiger Schritt, um der gegenwärtigen Praxis des Europäischen Patentamts einen Riegel vorzuschieben. Entgegen dem Wortlaut des Europäischen Patentübereinkommens hat das EPA bereits nahezu 30.000 Patente auf reine Software erteilt", betonte Karas.

Nach Ansicht von Karas führen Softwarepatente zu unüberwindbaren bürokratischen Hindernissen. "Es ist weder einsichtig noch praktizierbar, dass ein nur technisch, nicht jedoch rechtlich geschulter Programmierer die Patentdatenbanken der Mitgliedsstaaten durchforsten muss, um ausfindig zu machen, ob ein von ihm entwickeltes Verfahren bereits von Dritten geschützt worden ist", kritisierte Karas. "Daher lehne ich die Patentierbarkeit von Code grundsätzlich ab."

Ähnliche Forderungen kommen auch von der SPÖ-Europaabgeordneten Maria Berger.


eye home zur Startseite
djm 24. Nov 2004

erkennen die Leute eben, dass es nicht nur um OpenSource geht, sondern Software-Patente...

Fräger 24. Nov 2004

Ihr glaubt doch wohl nicht wirklich das Europa Softwarepatent frei bleibt. Es gbt ja...

Ruhe im Karton 24. Nov 2004

Der Kritik an der Patantierbarkeit von SW und dem von EU-Kommision angestrebten Mi...

krille 24. Nov 2004

.. es gibt also immer mehr Hoffnung - na bitte! Meineserachtens würde...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. FactSet Digital Solutions GmbH, Frankfurt am Main
  2. HiPP-Werk Georg Hipp OHG, Pfaffenhofen Raum Ingolstadt
  3. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  4. IFA Group, Haldensleben


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und 20€ Steam-Guthaben abstauben
  2. 1.499,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Nintendo Labo

    Switch plus Pappe

  2. Apple

    Messages-App kann mit Nachricht zum Absturz gebracht werden

  3. Analog

    Kabelnetzkunden in falscher Sorge wegen DVB-T-Abschaltung

  4. Partnerprogramm

    Geld verdienen auf Youtube wird schwieriger

  5. Nur beratendes Gremium

    Bundestag setzt wieder Digitalausschuss ein

  6. Eclipse Foundation

    Erster EE4J-Code leitet Java-EE-Migration ein

  7. Breitbandmessung

    Provider halten versprochene Geschwindigkeit fast nie ein

  8. Virtualisierung

    Linux-Gasttreiber für Virtualbox bekommt Mainline-Support

  9. DJI Copilot von Lacie

    Festplatte kopiert SD-Karten ohne separaten Rechner

  10. Swift 5

    Acers dünnes Notebook kommt ab 1.000 Euro in den Handel



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Computerforschung: Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
Computerforschung
Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
  1. Tangle Lake Intel zeigt 49-Qubit-Chip
  2. Die Woche im Video Alles kaputt
  3. Q# und QDK Microsoft veröffentlicht Entwicklungskit für Quantenrechner

Netzsperren: Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste
Netzsperren
Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste

Spectre und Meltdown: All unsere moderne Technik ist kaputt
Spectre und Meltdown
All unsere moderne Technik ist kaputt
  1. Microsoft Fall Creators Update ist final für alle Geräte verfügbar
  2. BeA Noch mehr Sicherheitslücken im Anwaltspostfach
  3. VEP Charter Trump will etwas transparenter mit Sicherheitslücken umgehen

  1. Re: Hahaha das ist Unsinn

    p4m | 01:33

  2. Re: Youtube schafft sich ab

    berritorre | 01:29

  3. Re: i et o liegen direkt nebeneinander

    teenriot* | 01:26

  4. Re: Bitte selber recherchieren und nicht einfach...

    F.o.G. | 01:06

  5. Re: Chile schlechtes Internet (Clickbait)

    teenriot* | 01:05


  1. 00:02

  2. 19:25

  3. 19:18

  4. 18:34

  5. 17:20

  6. 15:46

  7. 15:30

  8. 15:09


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel