Microsoft: Wir setzen keine gecrackte Software ein
Wave-Dateien aus der Windows Media Player Tour in Windows XP enthalten am Dateiende das Pseudonym "Deepz0ne", wie ein Blick in die Dateien mit einem Hex-Editor zeigt. Dieses Pseudonym setzt auch ein Cracker der Warez-Gruppe Radium ein, der unter anderem eine gecrackte Version von der Audio-Bearbeitungssoftware SoundForge 4.5 in Umlauf gebracht haben soll.
Nun scheint die Vermutung, die Dateien wurden mit einer entsprechenden illegalen Version von SoundForge erstellt, nicht vollkommen aus der Luft gegriffen, Microsoft hat aber eine Erklärung parat: Demnach wurde während der Entwicklung der Windows Media Player Tour eine entsprechende Platzhalterdatei verwendet, die im weiteren Verlauf der Entwicklung mit Hilfe einer lizenzierten Software mit Original-Musik überschrieben wurde. Dabei sei nun fälschlicherweise die Information des Platzhalters nicht ersetzt worden, heißt es dazu in einer offiziellen Stellungnahme von Microsoft.
Der Inhalt in der herausgegebenen Version der Windows Media Player Tour sei aber mit einer lizenzierten Software entwickelt worden, betont Microsoft. Wie eine entsprechende Datei auch als Platzhalter den Weg in die Microsoft-Entwicklung gefunden haben kann, weiß man zwar auch bei Redmond nicht, schließt aber kategorisch aus, dass eine gecrackte Software zum Einsatz gekommen sei: "Microsoft untersucht derzeit, woher diese Datei kam, und arbeitet an Prozessen, um sicherzustellen, dass dies nicht noch einmal passiert" , heißt es lapidar von Seiten Microsofts, womit die Kernfrage dieser Geschichte unbeantwortet bleibt.