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Windows Media für Linux, aber ...

... nur DRM-freie Dateien abspielbar. Linspire macht sein Betriebssystem fit für Microsofts Windows Media Format. Ab sofort liefert Linspire seine gleichnamige Linux-Distribution mit Unterstützung für Windows Media 8 und 9 aus. Mit Microsofts DRM-System geschützte Daten lassen sich auf diese Weise jedoch nicht wiedergeben.
/ Jens Ihlenfeld
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Die entsprechenden Codecs hat Linspire bei Microsoft lizenziert, so dass entsprechende Audio- und Video-Dateien auch unter Linux abgespielt werden können. Bisher ist dies nur unter Zuhilfenahme der entsprechenden Windows-Codecs möglich, die dann in entsprechender Abspiel-Software wie MPlayer oder Xine eingebunden werden.

Linspire hat nach eigenen Angaben die Codecs in zweimonatiger Entwicklungszeit an Linux angepasst und dabei den gesamten Windows-Media-Code für WindowsCE auf Linux portiert. Auch in Webseiten eingebettete Windows-Media-Dateien sollen nun unter Linux dargestellt werden können.

Allerdings hat die von Linspire erworbene Lizenz eine deutliche Einschränkung: Zwar unterstützt Linspire die Windows-Media-Codecs unter Linux, Microsofts DRM-System bleibt aber außen vor. Damit geschützte Video- oder Audio-Dateien lassen sich nicht wiedergeben. Das betrifft z.B. Dateien, die über Online-Musik-Shops oder via Video-on-Demand angeboten werden. Eine entsprechende Lizenzierung schloss Microsoft aus, so Linspire.

Zuvor hatte bereits der vor allem in Asien aktive Linux-Spezialist TurboLinux Windows-Media für Linux bei Microsoft lizenziert und in seine Linux-Distribution eingebunden.


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