Windows Media für Linux, aber ...
Die entsprechenden Codecs hat Linspire bei Microsoft lizenziert, so dass entsprechende Audio- und Video-Dateien auch unter Linux abgespielt werden können. Bisher ist dies nur unter Zuhilfenahme der entsprechenden Windows-Codecs möglich, die dann in entsprechender Abspiel-Software wie MPlayer oder Xine eingebunden werden.
Linspire hat nach eigenen Angaben die Codecs in zweimonatiger Entwicklungszeit an Linux angepasst und dabei den gesamten Windows-Media-Code für WindowsCE auf Linux portiert. Auch in Webseiten eingebettete Windows-Media-Dateien sollen nun unter Linux dargestellt werden können.
Allerdings hat die von Linspire erworbene Lizenz eine deutliche Einschränkung: Zwar unterstützt Linspire die Windows-Media-Codecs unter Linux, Microsofts DRM-System bleibt aber außen vor. Damit geschützte Video- oder Audio-Dateien lassen sich nicht wiedergeben. Das betrifft z.B. Dateien, die über Online-Musik-Shops oder via Video-on-Demand angeboten werden. Eine entsprechende Lizenzierung schloss Microsoft aus, so Linspire.
Zuvor hatte bereits der vor allem in Asien aktive Linux-Spezialist TurboLinux Windows-Media für Linux bei Microsoft lizenziert und in seine Linux-Distribution eingebunden.