Superhelden-Zwist: Marvel klagt wegen City of Heroes
Damit sollen NCSoft und Cryptic Studios mit City of Heroes Markenrechte von Marvel verletzen, weswegen Marvels Anwälte Schadensersatz in nicht genannter Höhe und die Unterbindung der Marvel-Charakter-Nutzung fordern. Interessant ist, dass Marvel laut Klageschrift selbst zugibt, dass es sich nicht um die Originale, sondern nur sehr dicht an diese herankommende Superhelden handelt – zudem bietet City of Heroes keine vorgefertigten Charaktere, sondern erlaubt Spielern mit dem Charaktererstellungs-Editor rund "eine Million" verschiedener Möglichkeiten für das Aussehen und die Superkräfte. Insofern ist es für Spieler auch kein Problem, den "gepunkteten Supersamurai" zu schaffen. Ebenfalls aufgestoßen ist bei Marvel, dass Spieler auch Marvel-Helden-Namen benutzen können.
Im Kern geht es also darum, Spielern zu verbieten, sich Charaktere zu schaffen, die ihren Marvel-Vorbildern zu ähnlich sind. Während NCSoft die Klage nicht kommentiert, wertet Cryptic Studios auf seiner Website die Marvel-Klage im Vorhinein als fruchtlos. Die Entwickler zeigen sich zuversichtlich, dass das zuständige Bezirksgericht Marvels Forderungen komplett zurückweist und Cryptic Studios in jeder Hinsicht verteidigt.
City of Heroes soll am 5. Februar 2005 in Europa starten, in den USA ist das Online-Rollenspiel bereits seit Anfang 2004 spielbar.