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Digitales Antennenfernsehen erfolgreicher als erwartet

DVB-T oft für Zweit- und Drittgeräte genutzt. Die Popularität des digitalen Antennenfernsehens DVB-T übertrifft alle Erwartungen. Michael Thiele, Sprecher des Branchenverbandes Deutsche TV-Plattform, sagte dem Tagesspiegel, man erwarte bis zum Jahresende 2004 1,4 Millionen verkaufte DVB-T-Geräte. Bislang war man nur von einer Million verkaufter Empfangsboxen ausgegangen.
/ Andreas Donath
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1,2 Millionen Geräte sind bereits im Handel, für das Weihnachtsgeschäft wird mit zusätzlichen 200.000 Set-Top-Boxen gerechnet. Als einen Grund nannte der Fernsehexperte, dass DVB-T nicht nur als Ersatz für den früheren Analogempfang genutzt werde, sondern zunehmend auch als flexible Empfangstechnik für Zweit- und Drittgeräte. "Selbst in Kabelhaushalten ist es oft einfacher, auf den Fernseher im Kinderzimmer eine Set-Top-Box zu stellen, als umständlich ein neues Kabel zu ziehen" , erklärte Thiele die hohen Verkaufszahlen für die Boxen.

Fachbuchautor Peter Dehn ist vor allem von der Qualität des "Überallfernsehens" überzeugt. Die anfänglichen Probleme mit der Bild- und Tonqualität seien inzwischen ausgeräumt. Eines der Hauptprobleme beim Start von DVB-T in Berlin-Brandenburg war die mangelnde Geräteauswahl, erinnert sich Dehn. Inzwischen bieten 40 Hersteller rund 100 verschiedene Geräte an. Auch der Laptop wird mit DVB-T zum mobilen Fernsehgerät. "Vor allem von den USB-Boxen, die einfach an den Computer angeschlossen werden, wurden erheblich mehr abgesetzt als anfangs erwartet" , so DVB-T-Experte Dehn.


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