Abo
  • Services:

Novell verklagt Microsoft

Microsoft soll Markt für WordPerfect und Quattro Pro zerstört haben

Wie angekündigt hat Novell am 12. November 2004 eine Schadenersatzklage gegen Microsoft eingereicht. Hatten sich Novell und Microsoft im Streit um Novell NetWare außergerichtlich einigen können - Microsoft zahlt 536 Millionen US-Dollar an Novell -, soll im Streit um WordPerfect nun ein Gericht entscheiden.

Artikel veröffentlicht am ,

Microsoft habe den Wettbewerb im Markt von "Produktivitäts-Applikationen" zu der Zeit zerstört, in der Novell die Rechte an WordPerfect und Quattro Pro hielt, so der Vorwurf von Novell gegenüber Microsoft. Microsoft habe Novell wichtige Informationen zu Windows vorenthalten, wodurch man nicht in der Lage gewesen sei, eine neue Version von WordPerfect sowie anderen Applikationen zu entwickeln.

Stellenmarkt
  1. symmedia GmbH, Bielefeld
  2. über duerenhoff GmbH, München

Darüber hinaus habe Microsoft Windows um einige Technologien erweitert, um WordPerfect und andere Applikationen von Novell aus relevanten Märkten auszuschließen. Außerdem habe Microsoft Hardware-Hersteller davon abgehalten, ihre PCs im Paket mit WordPerfect auszuliefern. Dabei beruft sich Novell in Teilen auf das Kartellrechtsurteil gegen Microsoft.

Novell hat WordPerfect mit der Fusion von Novell und der WordPerfect Corporation im Jahr 1994 übernommen. Kurze Zeit später kaufte man auch Quattro Pro von Borland. Beide Applikationen hatten nach Ansicht von Novell damals einen Wert von rund einer Milliarde US-Dollar, konnten 1996 aber nur für 170 Millionen US-Dollar an Corel verkauft werden. Hatte WordPerfect 1990 noch einen Marktanteil von 50 Prozent, lag dieser 1996 nur noch bei 10 Prozent. Der Marktanteil von Microsoft Word stieg in dieser Zeit von rund 20 Prozent auf 90 Prozent.

Novell verlangt nun Schadenersatz in nicht genannter Höhe von Microsoft, die in Novells Klage aber nur den Versuch sehen, Microsoft für das eigene Missmanagement verantwortlich zu machen. Der Marktanteil von WordPerfect sei schon gefallen, bevor die Software 1994 zu Novell gehörte. Novells Aktienkurs sei entsprechend am Tag nach der Übernahme um 15 Prozent gefallen.

Schuld daran sei, dass WordPerfect keine Windows-Version der eigenen Software entwickelte, um so den Erfolg von Windows zu verhindern. Die Klage habe aber auch deshalb keine Chance, da Novell nur zwei Jahre im Besitz von WordPerfect war. Auch habe der aktuelle Fall nichts mit dem Kartellrechtsurteil gegen Microsoft zu tun.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Caseking kaufen
  2. bei Alternate kaufen
  3. und 50€-Steam-Guthaben erhalten
  4. 59,90€

Michael - alt 16. Nov 2004

Danke für Deinen Kommentar. Frage: was meinst du damit?

xofox 15. Nov 2004

Mach doch; mach doch; ich mach mit.

xofox 15. Nov 2004

Immerhin hat ja MS keine Daten über Win rausgerückt. Word P. war gut und währe es auch...

myHTPC User 15. Nov 2004

@themmm Troll dich ... ein Post hätte auch gereicht ! Doppelt hält nicht immer länger ...

NettWorker 15. Nov 2004

Das M$ Word besser war als WP möchte ich mal gründlich bestreiten. Es war sicherlich...


Folgen Sie uns
       


Golemma, die Lokomotive, in Far Lone Sails - Livestream

Durch eine komplette Nacht sind wir in Far: Lone Sails mit unseren Zuschauern im Livestream geschippert. Dabei haben wir unser Schiff Golemma getauft und neue Lösungen für verzögerte Live-Kommentare erfunden.

Golemma, die Lokomotive, in Far Lone Sails - Livestream Video aufrufen
EU-Urheberrechtsreform: Wie die Affen auf der Schreibmaschine
EU-Urheberrechtsreform
Wie die Affen auf der Schreibmaschine

Nahezu wöchentlich liegen inzwischen neue Vorschläge zum europäischen Leistungsschutzrecht und zu Uploadfiltern auf dem Tisch. Sie sind dilettantische Versuche, schlechte Konzepte irgendwie in Gesetzesform zu gießen.
Ein IMHO von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht VG Media darf Google weiterhin bevorzugen
  2. EU-Verhandlungen Regierung fordert deutsche Version des Leistungsschutzrechts
  3. Fake News EU-Kommission fordert Verhaltenskodex für Online-Plattformen

Kryptographie: Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator
Kryptographie
Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator

Einer der schwerwiegendsten Fehler in der Geschichte der Kryptographie beschäftigte vor zehn Jahren Nutzer der Debian-Distribution. Wenn man danach sucht, findet man noch heute vereinzelt verwundbare Schlüssel.
Von Hanno Böck


    Steam Link App ausprobiert: Games in 4K auf das Smartphone streamen
    Steam Link App ausprobiert
    Games in 4K auf das Smartphone streamen

    Mit der Steam Link App lassen sich der Desktop und Spiele vom Computer auf Smartphones übertragen. Im Kurztest mit einem Windows-Desktop und einem Google Pixel 2 klappte das einwandfrei - sogar in 4K.
    Ein Bericht von Marc Sauter

    1. Valve Steam Spy steht nach Datenschutzänderungen vor dem Aus
    2. Insel Games Spielehersteller wegen Fake-Reviews von Steam ausgeschlossen
    3. Spieleportal Bitcoin ist Steam zu unbeständig und zu teuer

      •  /