Neue Bundesländer sind kauffreudiger im Internet
Damit setzt sich ein Trend fort, der sich bereits im Jahr 2002 abzeichnete. Während damals die Käufer aus den neuen Bundesländern für rund 15,8 Prozent aller Kaufvorgänge in Online-Shops verantwortlich waren, gingen im Jahr 2003 bereits 22,05 Prozent der Einkäufe auf ihr Konto. Gemessen an den Bevölkerungsanteilen (neue Bundesländer: rund 16,4 Prozent; alte Bundesländer: etwa 83,6 Prozent) sind die Online-Shopper im Osten Deutschlands messbar kauffreudiger. Noch deutlicher wird das Ergebnis, wenn man die Internetnutzung zu Grunde legt. Während in den alten Bundesländern 63 Prozent der Erwachsenen einen Internetzugang haben, sind es in den neuen Bundesländern lediglich 53 Prozent.
Allerdings bevorzugen Bürger der neuen Bundesländer andere Zahlarten. Während beispielweise Käufer aus dem PLZ-Gebiet 2 (Region Schleswig-Holstein/Hamburg) bei 52,01 Prozent der Käufe eine Kreditkarte benutzen, beträgt der Kreditkartenanteil im PLZ-Gebiet 0 (südliche neue Bundesländer) nur 21,41 Prozent. Konsumenten aus Leipzig, Dresden und Umgebung zahlen insgesamt am liebsten per Lastschriftverfahren (61,14 Prozent der Fälle).
Fazit: Die Auswertung von rund 16,5 Millionen echten Online-Kaufvorgängen, auf der die Pago-Studie 2004 beruht, zeigt, dass die Konsumten aus den neuen Bundesländern das Internet als Shopping-Paradies für sich entdeckt haben. Ob das an der schlechten Infrastruktur des stationären Handels liegt oder ob die Bürger im Osten Deutschlands die Vorteile des Einkaufens einfach mehr schätzen, bleibt unklar.
Die deutschsprachige Version der Pago-Studie 2004 ist am 08. November 2004 erschienen und für 500,- Euro (zzgl. MwSt.) zu beziehen.



