Deutsche Spieleentwickler wehren sich gegen PC Games

Spielemagazin rief Petition gegen "Sondersteuer auf Computerspiele" aus

In dieser Woche startete die PC Games eine vielerseits eher negativ angekommene Online-Unterschriftenaktion gegen eine vom Bundesverband der Spieleentwickler (GAME) geplante "Sondersteuer auf Computerspiele", die vor allem den Einzelhandel und somit auch den Kunden belasten würde. GAME wies dies energisch zurück - es gehe lediglich um Fördermittel für die deutsche Spieleentwickler-Landschaft, die gemessen am Spielepreis kaum auffallen würden.

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Der von der PC Games angesprochene Förderantrag sei bereits sechs Monate vor der Gründung von GAME von über 40 Entwicklervertretern auf der Games Convention 2003 in Leipzig unterschrieben worden. In dem Förderantrag ist von einer zwei- bis dreiprozentigen Abgabe - gemessen am Verkaufspreis eines Computerspiels - die Rede, die zusammengeführt und dann für Spielentwicklungen in Deutschland eingesetzt werden soll.

Die Höhe der Abgabe soll so bemessen sein, dass für alle Branchenbeteiligten und Endkunden keine "wesentliche Mehrbelastung" entstehe. Realistisch zu nennen wäre zurzeit ein Anteil von unter 2 Prozent, wahrscheinlich eher um 1 Prozent des Verkaufspreises, was bei einem Vollpreistitel von 49,95 Euro ein Betrag von etwa 50 Cent wäre, heißt es seitens GAME. "Von einer dramatischen Verteuerung kann also beileibe keine Rede sein. Wir gehen begründetermaßen davon aus, dass der Verbraucher diese Veränderungen nicht spüren wird", so der Verband in einer Stellungnahme.

"Ein Großteil der Videospiele wird zu einem Preis von 39,99 Euro, 49,99 Euro oder 59,99 Euro an die Verbraucher verkauft. Diese Preise gelten allgemein als besonders attraktiv und gewährleisten einen höheren Umsatz. Eine Erhöhung der Preise um 1 bis 2 Euro würde in vielen Fällen zur Überschreitung einer psychologisch wichtigen Schwelle und damit zu einem weitaus unattraktiveren Preis führen, der Umsatz würde entsprechend sinken", so EA, Konami, Microsoft, Nintendo, THQ und Ubi Soft in einer Stellungnahme vom 10. Oktober 2004.

Nach Ansicht des GAME sei eine Anhebung der Endkundenpreise gerade deshalb eher unwahrscheinlich. Letztlich trage entweder der Händler oder - durch Preisdruck des Händlers - der Publisher die Sonderabgabe. Genau dies soll ein wichtiger Streitpunkt im dahingeschiedenen Branchenverband VUD gewesen sein - denn die Publisher sind meist US-Unternehmen mit geringem Interesse an einer Förderung deutscher Entwickler.

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Staatliche Unterstützung existiert in verschiedenen Formen auch für Entwickler in England, Frankreich, Kanada, den USA, Korea, Japan und jetzt auch China. Im Falle einer Realisierung würde die Vergabe von Fördermitteln durch ein paritätisch besetztes Gremium erfolgen. In einem gemeinsamen Prozess sollen dann unter anderem Entwickler, Publisher und weitere Branchenvertreter über die Mittelverwendung entscheiden. Die Prototypenförderung würde dabei nur einen Bereich darstellen, die Schwerpunkte Ausbildung und Referenzprodukte sollen ebenfalls gefördert werden.

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Deutsche Spieleentwickler wehren sich gegen PC Games 
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amoebe 20. Dez 2004

yep! ich muss eh immer auf budget-games aus der pyramide oder 2 - 3 jahre alte games...

ThadMiller 17. Nov 2004

Aber wohin dann mit der ganzen Kohle? :)

Thalionheled 16. Nov 2004

ist doch egal wann, zahlen werdet ihr alle!!! ob spielesteuer, pc-steuer, kopfsteuer...

Thalionheled 16. Nov 2004

leistungsabhängige bezahlung der politiker!



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