Gartner: WindowsCE überholt PalmOS
Nach den von Gartner Dataquest ermittelten Zahlen wurden weltweit im dritten Quartal 2004 knapp 1,4 Millionen Geräte mit WindowsCE verkauft, während PalmOS nur auf 850.000 verkauften Geräten eingesetzt wurde. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres steckte PalmOS in 1,2 Millionen Geräten (46,9 Prozent), während WindowsCE mit 1,1 Millionen Geräten auf einen Marktanteil von 41,2 Prozent kam. Nach dem Hersteller-Ranking hat HP mit einem Marktanteil von 24,2 Prozent (Steigerung um 19,6 Prozent) palmOne aber nicht die Marktführerschaft abnehmen können. Mit knappem Vorsprung hält palmOne die Spitzenposition mit 26,2 Prozent – bei einem Rückgang von 13,3 Prozent.
Sowohl nach den Verkaufszahlen als auch bei der Verbreitung nach Betriebssystem kommt dann auf dem dritten Rang Research In Motion mit einem Marktanteil von jeweils 19,8 Prozent. Da Research In Motion nur mobile Endgeräte mit GSM-/GPRS-Funktionen anbietet, dürfte man also annehmen, dass Gartner Dataquest nun allgemein solche Geräte in den Markt für mobile Endgeräte aufnimmt, auch wenn der Markt weiterhin als PDA-Markt bezeichnet wird.
Nach den Informationen von Gartner Dataquest werden jedoch recht willkürlich Geräte mit GSM-/GPRS-Funktionen aus der Erhebung herausgenommen. So wird das besonders in den USA sehr erfolgreiche PalmOS-Smartphone Treo 600 nicht gezählt. Aber auch der neue BlackBerry 7100 wird nicht berücksichtigt, ganz im Gegensatz zum ebenfalls mit GSM- und GPRS-Funktionen bestückten WindowsCE-Gerät iPAQ H6315. Es bleibt also derzeit unklar, warum welche Geräte bei der Markterhebung nicht berücksichtigt wurden.
Auch wenn die Aufteilung zwischen PDA und Handy-/Smartphone-Markt eigentlich einfach wäre, scheint es den Marktforschern doch erhebliches Kopfzerbrechen zu bereiten. Würde man alle mobilen Endgeräte mit GSM-/GPRS-Funktionen aus dem PDA-Markt herausnehmen, hielte das zugleich die sehr unterschiedlichen Vertriebswege von PDAs und Smartphones auseinander. Während PDAs ausschließlich zum Gerätepreis angeboten werden, verkaufen sich Handys und Smartphones in der Regel über Subventionen der Mobilfunknetzbetreiber, was den Gerätepreis entsprechend senkt.
Insgesamt wuchs der Markt für mobile Endgeräte im dritten Quartal 2004 nach den Analysten von Gartner Dataquest um 13,6 Prozent auf insgesamt knapp 2,9 Millionen verkaufte Geräte.