Microsoft: Internet Explorer so sicher wie andere Browser
Auf der Veranstaltung sprach Ben English, der Sicherheits- und Managament-Produkt-Manager bei Microsoft, über die Sicherheit im Internet Explorer: "Weil der Internet Explorer allgegenwärtig ist, hört man mehr darüber, aber ich denke nicht, dass der Internet Explorer weniger sicher ist als jeder andere Browser auf dem Markt."
Cisco teilt die Sicherheitseinschätzung von Microsoft wohl nicht. So gab der Managing Director von Cisco Australien, Ross Fowler, zwar an, dass Cisco intern den Internet Explorer einsetze, aber nur nachdem der Secure Agent von Cisco auf den entsprechenden Systemen installiert wurde.
Auch Symantec warnt immer wieder im halbjährlich erscheinenden Internet Security Threat Report vor den Gefahren durch den Internet Explorer. Noch kein anderer Browser erhielt darin bislang eine solch separate Erwähnung. Immer wieder sorgt sich Symantec um die zahlreichen Sicherheitslücken in Microsofts Browser, in dem zumeist durchschnittlich ein Sicherheitsloch pro Woche gefunden wurde.
Ein weiteres Thema auf der Veranstaltung war der Funktionsumfang vom Internet Explorer im Vergleich zum Rivalen Firefox , der sich etwa mit Tabbed-Browsing und anderen Komfortfunktionen von Microsofts Browser unterscheidet. Der australische Managing Direktor von Microsoft, Steve Vamos, glaubt nicht, dass der Marktanteil vom Internet Explorer durch das Erscheinen von Firefox in Bedrängnis gerät.
Microsoft müsste hingegen vielmehr dafür tun, dass eine Vielzahl an Funktionen im Internet Explorer dem Kunden noch näher gebracht wird. Vamos versicherte, dass Microsoft keine Kundenwünsche erhalten habe, die wichtige Browser-Funktionen betreffen. Nach seiner Ansicht stecken viele Funktionen in anderen Browsern, die von den Kunden gar nicht benötigt würden und somit auch nicht im Internet Explorer enthalten seien. Vamos selbst gab an, den Browser Firefox noch nie verwendet zu haben.
Zu dieser Art von Funktionen zählte auch Tabbed-Browsing, das für Nutzer vom Internet Explorer nicht wichtig sei, ergänzte Ben English. Für den Internet Explorer werden seit langer Zeit verschiedene Aufsätze von unterschiedlichen Firmen angeboten, die dem Internet Explorer unter anderem Tabbed-Browsing beibringen. Darunter finden sich auch kostenpflichtige Produkte, die wohl längst vom Markt verschwunden wären, wenn keine Nachfrage danach bestünde.