Microsoft: Fehlerhafter Patch am November-Patch-Day
Das Sicherheitsloch im Internet Security and Acceleration Server (ISA-Server) 2000 und in Microsofts Proxy Server 2.0 kann für Spoofing-Angriffe missbraucht werden. Ein Fehler beim Zwischenspeichern von Ergebnissen des Reverse-Lookups führt dazu, dass ein Angreifer ein Opfer auf eine manipulierte Webseite schleusen kann, während das Opfer annimmt, auf vertrauenswürdige Inhalte zuzugreifen. Darüber lassen sich im schlimmsten Fall Zugangsdaten, Kennwörter oder andere vertrauliche Daten abfangen.
Im DNS stellt ein Reverse-Lookup einen Abfragevorgang dar, mit dem die IP-Adresse eines Hostcomputers nach seinem angezeigten DNS-Domänennamen durchsucht wird. Zur Ausnutzung dieser Sicherheitslücke muss ein Angreifer seine Opfer lediglich auf eine Webseite leiten, die einen Reverse-Lookup ausführen. Dabei legt der Proxy- und ISA-Server einen Cache an, worüber das geschilderte Angriffsszenario möglich wird. Deaktiviert man den DNS-Cache, indem dieser auf null gesetzt wird, kann das Sicherheitsrisiko umgangen werden. Ein Spoofing von SSL-Zertifikaten erlaubt das gefundene Sicherheitsloch nicht.
Der überarbeitete deutschsprachige Patch für den ISA-Server 2000 mit Service Pack 1 steht nun zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Der erste Patch ließ sich bereits auf den ISA-Server 2000 mit Service Pack 2 sowie den Proxy Server 2.0 installieren, so dass hier nicht nochmals Hand angelegt werden muss. Der ISA-Server 2004 ist von dem Sicherheitsloch nicht betroffen.