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Opera: Browser-Krieg entscheidet sich auf dem Handy (Teil 2)

Golem.de: Welche Teile des Browsers sind plattformunabhängig? Nur der Kern?

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von Tetzchner: Nein, es ist schon etwas mehr. Wir haben auch die Bedienoberfläche im Desktop-Bereich plattformunabhängig gestaltet. Mozilla hat XUL, wir haben Quick - und genau das ist es auch, schnell und einfach. Anstatt die Bedienoberfläche in einer Programmiersprache zu gestalten, haben wir einfache Textdateien, die jeder ändern kann. Auch wenn man die Mac-Version von Opera nutzt, kann man ein Skin herunterladen und dieser wird funktionieren. Das Ganze sieht zwar nicht zu 100 Prozent gleich aus, da beim Mac einiges ganz anders funktioniert, aber die Windows- und Linux-Versionen sind nahezu identisch. Auch der Code ist weitgehend gleich.

Opera 7.60
Opera 7.60
Das heißt aber, dass wir sehr viel mehr Arbeit hatten, beispielsweise werden alle Formularfelder von Opera gezeichnet, denn die Form-Controls, die andere bieten, sind bei weitem nicht leistungsfähig genug für Opera. Mit CSS-Forms lassen sich so fortschrittliche Sachen machen, dass dies mit Windows-Forms nicht möglich ist, und mit den Form-Controls von Symbian schon gar nicht.

Golem.de: Nutzer beklagen sich mitunter, dass auch in Bezug auf CSS Opera und Mozilla Dinge unterschiedlich rendern, wodurch es mitunter schwierig ist, Seiten zu gestalten, die in unterschiedlichen Browsern gleich aussehen. Gibt es Bemühungen, hier zu einer Vereinheitlichung zu kommen?

von Tetzchner: Wir arbeiten zusammen, aber wir haben unterschiedlichen Code. Allerdings nutzen wir die gleichen Tests. Das eigentliche Problem ist aber mal wieder der Internet Explorer, denn sowohl Opera als auch Mozilla sind bemüht, für den Internet Explorer geschriebene Seiten so darzustellen, dass sie einwandfrei erscheinen. Und genau da fangen all die Probleme an: Man versucht, fehlerhafte Seiten anzuzeigen und das machen Mozilla und Opera auf unterschiedlichen Wegen. Die Standards zu implementieren, ist keine große Sache, die Schwierigkeiten fangen durch die ganzen alten Webseiten an, die sich nicht an Standards halten.

Golem.de: Zwingt man einen Browser also zu einer strikten Einhaltung der Standards, gibt es keine Unterschiede mehr?

von Tetzchner: Theoretisch. Hat man ein "striktes" Dokument, sollten die Seiten gleich aussehen, wenn nicht, muss man der Ursache auf den Grund gehen, denn manchmal sind die Standards schwer zu verstehen, dann muss man sich einigen, wie etwas gemeint ist.

Golem.de: Was das angeht, verspricht auch CSS3 neue Möglichkeiten. Wie steht es um die Unterstützung von CSS3 in Opera?

von Tetzchner: CSS ist wichtig für uns. Unser CTO Håkon Wium Lie war Hauptautor der ersten CSS-Spezifikation und wir haben vier weitere Autoren des CSS-Standards, die bei Opera arbeiten. Das zeigt, dass CSS - auch CSS3 - wichtig ist und wir planen, CSS3-Funktionen zu integrieren. Zuerst werden das wohl Sprachfunktionen sein, so dass es möglich sein wird, den Klang der Sprachausgabe per CSS zu steuern. Wir wollen eigentlich alle Standards implementieren, es gibt aber Standards, die keiner nutzt - diese werden dann auch nicht integriert.

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?_? 16. Dez 2004

schon komisch, das es bei mir es durchschnittlich nur 1-2 sek dauert, bis opera eine...

apollo 18. Nov 2004

Dafür verschwendest Du Deine Zeit lieber damit, Extensions für den Firefox zu suchen...

Totgelacht 15. Nov 2004

genau so ist das, Opera muss man Zeit geben, weil das Teil so lahmarschig die Webseites...

Andreas 13. Nov 2004

Ach ja? In Allen? Gib mal als URL wap.heise.de im Opera ein, und dann im Firefox. Oder...

S3idi 12. Nov 2004

Mittlerweile arbeite ich seit 2 Jahren mit Opera, kenne aber auch die anderen (IE...


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