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Opera: Browser-Krieg entscheidet sich auf dem Handy (Teil 2)

Golem.de: Aber das sind nur sehr vage Gerüchte und palmOne ist auch nicht der einzige Hersteller von PalmOS-Geräten.

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Opera 7.60
Opera 7.60
von Tetzchner: Ja richtig, das ist sehr vage und wir müssen herausfinden, was da dran ist. Wenn wir entscheiden, welche Plattform wir unterstützen wollen, spielen zwei Dinge eine Rolle: zum einen, wie begierig ist der Kunde, zum anderen, wie groß ist das Marktpotenzial. In Bezug auf PalmOS finden sich viele andere Plattformen, die größere Stückzahlen absetzen. PalmOS verkauft ein paar Millionen Einheiten pro Jahr, aber wir sind auf einzelnen Telefonen vertreten, die größere Stückzahlen verkaufen. Wir wollen große Stückzahlen, aber wir wollen auch, dass der Kunde uns will und PalmSource war da bislang nicht so bemüht, wie sie hätten sein sollen.

Golem.de: Es gibt aber eine Opera-Version für Windows Mobile?

von Tetzchner: Ja. Das war eine ganz wichtige Entscheidung für uns, denn eigentlich wollten wir gar nicht, dass wir Microsoft helfen. Aber - und das ist der Grund - einige Netzbetreiber wollten, dass wir auch Windows Mobile unterstützen. Sie wollen, dass wir jede wichtige Plattform unterstützen, wozu im übrigen auch PalmOS zählt.

Man geht soweit, wie jemand dafür zahlt, und in diesem Fall hat jemand für die Version bezahlt - und es war nicht Microsoft. Aber auch Microsoft hat uns darum gebeten. Aber es wäre sehr schwer für uns, eine Geschäftsbeziehung mit Microsoft aufzubauen, so lange sie unseren Browser aus MSNBC aussperren.

Golem.de: Gibt es ein Gerät mit Windows Mobile, das mit Opera ausgeliefert wird?

von Tetzchner: Nein, nur intern bei uns, nicht auf dem Markt. Als wir entschieden hatten, die Portierung zu machen, hat dafür - wie gesagt - ein Netzbetreiber bezahlt, aber ich kann hier keine Namen nennen.

Golem.de: Wie lange dauert es, Opera auf eine andere Plattform zu portieren?

Opera 7.60
Opera 7.60
von Tetzchner: Wir können den Browser auf allen Plattformen anbieten. Opera plattformunabhängig zu machen, ist ein Teil unserer Arbeit und so können wir heute einen Prototyp des Browsers auf jedes Gerät in nahezu einer Woche portieren. Das gilt selbst dann, wenn es nur ein rudimentäres Betriebssystem gibt. Wir können vieles übernehmen, z.B. das Zeichnen auf den Bildschirm.

Golem.de: Was ist für Opera die wichtigste Plattform? Der (Windows)-Desktop oder mobile Endgeräte?

von Tetzchner: Das hängt vom Blickwinkel ab. Die Desktop-Plattform ist sehr wichtig, denn wir haben hier steigende Umsätze und Nutzerzahlen, sehr treue Nutzer und rund 400.000 Leute, die täglich unser Portal myOpera.com besuchen. Der Desktop ist im Hinblick auf die Community wichtig, was auch für die Umsätze gilt.

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