Patentstreit: Erst Spielebranche, nun Hardware-Hersteller?
Betroffen seien unter anderem Acer, Dell, Fujitsu, Hewlett-Packard, IBM, JVC, Sharp, das für PlayStation zuständige Sony Computer Entertainment of America (SCEA) und Toshiba. McKool Smith hat anders als gegen die Spielepublisher nicht eines, sondern sechs US-Patente angeführt, die spätestens 1992 angemeldet wurden. Auch die Hardware-Branche ist also vor Patent-Massenklagen nicht sicher, die laut nicht genannter Quelle von GameDAILY BIZ nur dazu dienen, der Kanzlei viel Geld einzubringen. Allerdings ist so einiges an Rang und Namen unter den Beklagten, die sicherlich nicht klein beigeben werden.
Nachtrag vom 4. November 2004, 16:15 Uhr:
Zu dem Patentportfolio, das McKool Smith von Tektronix übernommen hat und nun den Hardware-Herstellern um die Ohren haut, umfasst einerseits das schon gegen Spielepublisher verwendete US-Patent 4,734,690(öffnet im neuen Fenster) ("Method and apparatus for spherical panning"), anderseits aber auch die US-Patente 4,694,286(öffnet im neuen Fenster) ("Apparatus and Method for Modifying Displayed Color Images"), 4,730,185(öffnet im neuen Fenster) ("Graphics Display Methods and Apparatus for Color Dithering"), 4,742,474(öffnet im neuen Fenster) ("Variable Access Frame Buffer Memory"), 4,761,642(öffnet im neuen Fenster) ("System for Providing Data Communication Between a Computer Terminal and a Polarity of Concurrent Processes Running on a Multiple Process Computer"), 5,109,520(öffnet im neuen Fenster) ("Image Frame Buffer Access Speedup By Providing Multiple Buffer Controls Each Containing Command FIFO Buffers") sowie 5,132,670(öffnet im neuen Fenster) ("System for Improving Two-Color Display Operations").
Damit hat die Anwaltskanzlei alles von sehr allgemeinen 2D- und 3D-Grafik-Methoden bis hin zu Online-Spielen und Grafikkarten-Zwischenspeichern in Form von Patenten in der Hand. Eine anschauliche Zusammenfassung des absurd anmutenden Patent-Portfolios hat Planet 3D Games(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht.