Eco-Verband legt 5-Punkte-Programm für VoIP vor
Mit der VoIP-Agenda will der eco-Verband dafür sorgen, dass der Internettelefonie die im Internet üblichen Freiräume zugestanden und so über die klassischen Telefongesellschaften hinaus mehr Anbietern Zugang zum Markt ermöglicht wird.
So ist nach Ansicht des eco VoIP ein Internetdatendienst wie auch E-Mail oder das WorldWideWeb. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Regulierungsmaßnahmen für VoIP sollten daher in ihrem Umfang nicht über diejenigen für andere gängige Internetdienste hinausgehen, auch wenn sich im Detail Unterschiede ergeben. Die Regulierungsmaßnahmen aus der althergebrachten Telefonwelt würden von völlig anderen technischen sowie wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen ausgehen und seien daher keineswegs auf den VoIP übertragbar, auch nicht in geänderter Form.
Auch dürften einzelne technische Fragestellungen nicht zur generellen Anwendung der alten Regulierungsvorschriften führen. Dazu gehöre auch der Übergang zwischen dem herkömmlichen Telefonnetz und der Internettelefonie, die Nutzung bestehender und die Einführung neuer Rufnummern für das Telefonieren im Internet sowie die Einrichtung eines Internet-Notrufes bei mobilen VoIP-Diensten, also der Internettelefonie über ein Smartphone oder einen PDA mit Internetanschluss.
Allerdings soll der Regulierer eingreifen, um die Voraussetzung für VoIP-Anbieter zu verbessern. Dabei ist dem eco vor allem die Dominanz der Deutschen Telekom bei DSL-Anschlüssen ein Dorn im Auge, gebe es doch derzeit beim Breitbandzugang, eine Voraussetzung für VoIP, keine Alternative zu DSL. Der Regulierer soll daher die Zwangskopplung von DSL und Telefonanschluss schnellstmöglich beenden, schließlich soll VoIP ja den normalen Telefonanschluss ersetzen.
"Die Telefongesellschaften wollen verständlicherweise ihr bisheriges Milliardengeschäft schützen und VoIP wie einen technischen Fortschritt zu den alten Rahmenbedingungen einführen, ähnlich dem Übergang vom analogen Telefonnetz zu ISDN. Voice-over-IP erlaubt jedoch ein völlig neues Geschäftsmodell mit viel mehr und vor allem neuen Marktteilnehmern. Nur wenn es gelingt, für diesen Wettbewerb die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, wird die Internettelefonie zum herkömmlichen Telefonieren einen ähnlichen Preisabstand gewinnen wie die elektronische Post zur althergebrachten Post, das heißt, für Firmen und Verbraucher mindestens um den Faktor 1000 preisgünstiger werden" , fasst Harald A. Summa, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft, die Forderungen und Ziele des eco in Bezug auf VoIP zusammen.



