Studie: Smartphone-Käufer bevorzugen Windows Mobile
Die Betriebssysteme Symbian (11 Prozent) und PalmOS (10 Prozent) folgen laut TNS Infratest in der Käufergunst erst abgeschlagen auf den Plätzen zwei und drei, das zumindest ergibt die Online-Befragung von "Smartphone-Kaufplaner" und Fachhändlern im Telekommunikationsbereich durch TNS Infratest InCom. Die Befragung wurde Mitte Oktober 2004 unter Einsatz des Martkforschungstools HandyScore unter insgesamt 263 Kaufplanern durchgeführt. Die Mehrheit der Käufer hat in Bezug auf das verwendete Betriebssystem aber keine Vorlieben (49 Prozent).
Die Präferenz für ein bestimmtes Betriebssystem sei dabei stark von den Vorerfahrungen der Befragungsperson abhängig. "Das Phänomen ist vergleichbar mit der Treue des Nutzers zur gewohnten Menüführung eines Handy-Modells. Einmal damit vertraut und positive Erfahrungen gesammelt, wird die Menüführung zum Kundenbindungsfaktor für die Herstellermarke und den Anbieter" , kommentiert Ulrich Maier, Marktforscher bei TNS Infratest und verantwortlicher Studienleiter des Smartphone-Projektes.
Microsoft könne dabei vom Erfahrungsfundus der potenziellen Nutzer mit der PC- und Laptop-Variante des Betriebssystems profitieren. So erwarten Kaufplaner mit der Präferenz für Windows Mobile eine problemlosere Kompatibilität und Synchronisation mit dem PC oder Laptop, da diese Systeme in der Regel ebenso mit einem Microsoft-Betriebssystem ausgestattet sind. Ferner gehen die Befragten davon aus, dass die Menüstruktur und -führung bei Windows Mobile ähnlich aufgebaut ist wie bei der PC-Variante und demnach die Bedienung eines Smartphones vereinfacht.
Auch die Vorlieben bei Personen, die Symbian oder PalmOS bevorzugen, leiten sich ebenso von Vorerfahrungen ab. Im Gegensatz zu den Windows-Befürworten basieren diese Präferenzen aber auf Erfahrungen mit mobilen Endgeräten. So wird Symbian und PalmOS eine bessere Eignung für den Betrieb mobiler Endgeräte bescheinigt, da die Systeme explizit für mobile Endgeräte entwickelt wurden und nach Aussagen der Befragungspersonen schneller und stabiler arbeiten als die Windows-Alternative. Ebenso wird das umfangreiche Software- und Applikationsangebot geschätzt, das für Symbian- oder PalmOS-betriebene Endgeräte am Markt erhältlich ist.
"Bei der Diskussion der kaufrelevanten Merkmale eines Smartphones darf aber nicht übersehen werden, dass das Betriebssystem bei der Kaufplanung zwar eine wichtige, aber nicht die kaufentscheidende Rolle spielt" , so Maier. Eine größere Rolle spielen laut Maier elementare mobile "Office-Funktionen" wie Bluetooth- und Infrarotschnittstelle, Kalender sowie E-Mail- und PC-Synchronisation.
Insgesamt wurden von den Befragten 13 aktuelle Smartphone-Modelle nach Design und Funktionen bewertet und ihre Kaufpräferenzen erfragt.



