Abo
  • IT-Karriere:

Phonoverbände fordern Einschränkung legaler Privatkopien

Internetradio und Software zur Radioaufzeichnung im Visier der Musikindustrie

Die Musikindustrie drängt weiterhin auf eine deutliche Verschärfung des Urheberrechts. Nachdem der Gesetzgeber dem Ansinnen der Phonoverbände im Referentenentwurf zum zweiten Korb der Urbeberrechtsnovelle eine Absage erteilte, versucht der Lobby-Verband den Druck auf die Politik weiter zu erhöhen, um das Kopieren von Musik per Gesetz einzudämmen.

Artikel veröffentlicht am ,

"Wir brauchen eine Einschränkung der massenhaften Musikkopien", erklärt Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände. "Schon heute werden viermal so viele Musikkopien gebrannt wie Originale verkauft.". Um diese Einschränkung zu erreichen, fordern die Phonoverbände die Bundesregierung auf, "die ausufernde Zahl legaler Privatkopien zu begrenzen."

Stellenmarkt
  1. Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  2. Camelot ITLab GmbH, Mannheim, Köln, München

Im Einzelnen drängt die Musikindustrie darauf, dass Privatkopien nur noch vom eigenen Original und nicht mehr für Dritte hergestellt werden dürfen. Zudem soll es nur noch gestattet sein, Radioaufnahmen zum zeitversetzten Hören zu speichern, "intelligente Aufnahmesoftware mit der Möglichkeit der automatischen Speicherung einzelner Werke wird verboten", heißt es in einer Mitteilung der Phonoverbände bestimmt.

Zudem drängt die Musikindustrie wiederholt auf eine Änderung des Senderechts im Urheberrechtsgesetz, rudert dabei aber ein kleines Stück zurück. Ausübende Künstler und Tonträgerhersteller sollen ein Exklusivrecht für Übertragungsformate erhalten, die jenseits der herkömmlichen Rundfunksendung liegen. Dabei hat man vor allem Internetangebote im Visier, bei denen der Hörer das Programm beeinflussen kann, z.B. durch das Wiederholen, Überspringen oder Ausschließen von Titeln. Aber auch Mehrkanaldienste, bei denen Endlosschleifen Musik auf verschiedenen Kanälen zielgruppenorientiert immer wiederholen, sind dem Verband ein Dorn im Auge.

Der Gesetzgeber soll klarstellen, dass entsprechende Angebote kein Radio darstellen, so dass, anders als beim herkömmlichen Rundfunk, Interpreten und Tonträgerhersteller selbst entscheiden können, ob und wie sie ihre Titel für diese neuen Übertragungsformen bereitstellen wollen.

"Die Regelungen der Privatkopie werden immer stärker ausgenutzt. Damit die Musikwirtschaft auch in Zukunft in funktionsfähigen Märkten agiert, ist eine Kopiererlaubnis auf die wirklich privaten Interessen zu begrenzen. Der Regierungsentwurf zur Novelle des Urheberrechtsgesetzes muss diese Gedanken aufnehmen, wenn er der technischen Entwicklung nicht permanent nachhinken will", unterstreicht Gerd Gebhardt die Forderungen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,32€
  2. (-77%) 11,50€
  3. 1,19€
  4. 26,99€

Phil o'Soph 05. Nov 2004

Danke -- gestern hat schon jemand "Initial-Links" gepostet. Man macht sich darüber...

Original... 05. Nov 2004

... aber um dire frage zu beantweorten, "J.B." hat was mit geheimbünden zu tun :)

Original... 05. Nov 2004

ich persönlich benutze seinen namen so wie die meisten seine gegner, die ihn auch oft...

Martin 05. Nov 2004

Bleib sachlich oder lass es. Was hat Musik mit Information zu tun? Musik ist...

FreeMusic 05. Nov 2004

doch alles verbieten! Das erinnert mich an die Zeit von Hitler )= Das ist echt eine...


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 5700 (XT) - Test

Die Navi-10-Grafikkarten schlagen die Geforce RTX 2060(S), benötigen aber etwas mehr Energie und unterstützen kein Hardware-Raytracing, dafür sind sie günstiger.

Radeon RX 5700 (XT) - Test Video aufrufen
Raumfahrt: Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen
Raumfahrt
Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen

Seit Donnerstag senden die Satelliten des Galileo-Systems keine Daten mehr an die Navigationssysteme. SAR-Notfallbenachrichtigungen sollen aber noch funktionieren. Offenbar ist ein Systemfehler in einer Bodenstation die Ursache. Nach fünf Tagen wurde die Störung behoben.


    Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
    Mobilfunktarife fürs IoT
    Die Dinge ins Internet bringen

    Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
    Von Jan Raehm

    1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
    2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
    3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
    Ricoh GR III im Test
    Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

    Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
    Ein Test von Andreas Donath

    1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
    2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

      •  /