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Taktlos: ARM und Philips entwickeln asynchrone CPU

Prozessorkern soll ab erstem Quartal 2005 für Lizenznehmer zur Verfügung stehen. Die Philips-Tochter Handshake Solutions und ARM planen die Entwicklung eines ohne Taktgeber auskommenden, stromsparenden ARM-Prozessors. Die Technik dazu will Handshake Solutions bereits entwickelt haben, nun geht es um die Realisierung in ARMs Mikroprozessor-Architektur.
/ Christian Klaß
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Die "Handshake" getaufte Technik für selbst timende Schaltkreise soll bereits seit fünf Jahren marktreif und in Verwendung sein. Mit einem kompakten asynchronen und somit besonders stromsparenden sowie wenig elektromagnetisch abstrahlenden ARM-Prozessor will die Philips-Tochter vor allem im Smartcard-, Unterhaltungs- und Automobilelektronik-Bereich auftrumpfen können. Zumal die ARM-Architektur weit verbreitet und Herstellern bekannt ist.

Der neue ARM-Prozessor soll zur ARMv5TE-Architektur kompatibel sein und zur leichteren Integration sowohl für synchrone und asynchrone System-on-Chip-Designs geeignet sein. Die versprochene geringe elektromagnetische Abstrahlung soll die Wahrscheinlichkeit verringern, dass andere empfindliche Schaltkreise gestört werden und dank niedrigerer Basisspitzenströme die Leistungsaufnahme im Vergleich zu synchronen ARM-Prozessoren weiter absenken. Möglich werde dies, da asynchrone Prozessoren bei Inaktivität keinen Strom verbrauchen würden, so Handshake Solutions.

Für ARM sind asynchrone Designs nichts gänzlich Neues, der Prozessor-Architektur-Entwickler hat bereits das von Professor Steve Furber von der Manchester University geleitete Amulet-Projekt unterstützt.

Der neue ARM-Prozessor mit Handshake-Technik soll ab dem ersten Quartal 2005 über ARM lizenziert werden können. Die Tools dazu werden von Handshake Solutions entwickelt.


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