Open-Source-freundliche Grafik-Hardware - machbar...

... aber auch wirtschaftlich umsetzbar?

In der Linux Kernel Mailing List (lkml) wird gerade diskutiert, ob sich die Entwicklung einer Grafikkarte mit komplett offen gelegter und programmierbarer Architektur lohnen würde oder ob ein derartiges Produkt nur für eine Hand voll Linux-Freaks interessant wäre. Ausgelöst wurde die Diskussion von einem Entwickler, der seinen Arbeitgeber für ein derartiges Projekt zu begeistern versucht.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Idee dazu kam Treiber- und Software-Entwickler Timothy Miller, da ihn als Linux-Nutzer oft die mangelhafte Linux-Unterstützung seitens der Grafikchiphersteller frustriert. Einige wenige Hersteller würden zwar einen Teil ihrer Hardware-Spezifikationen offen legen, aber die nötige Offenlegung aller Register für die Entwicklung eigener, komplett offener Treiber und eines eigenen BIOS gebe es bisher nicht. Miller will deshalb seinen von der Idee nicht abgeneigten Brötchengeber Tech Source davon überzeugen, ein entsprechendes Produkt zu entwickeln, das vorrangig auf 2D optimiert ist und weniger auf 3D.

"Das Ziel ist es, eine Grafikkarte zu produzieren, die in Sachen Offenheit der Traum eines Free-Software-Geeks ist", so Miller. Allerdings ist er sich unsicher, wie groß überhaupt das Interesse ist, welche Funktionen wirklich gebraucht und ob nur eine Hand voll optimierungswütiger Hardcore-Linux-Entwickler eine entsprechene Grafikkarte kaufen würden. In der Mailing-Liste stellte Miller deshalb die Fragen, wie Linux-Experten den kommerziellen Erfolg einschätzen würden, wie viel sie für die Hardware bezahlen würden, ob der Verzicht auf hohe 3D-Leistung auf Ablehnung stoßen würde, wie viel man extra für hohe 3D-Leistung zahlen würde und ob Leistung, Preis oder Stabilität am wichtigsten wären.

Die bisherigen Antworten zeigen zwar Interesse an der Idee, allerdings auch allgemeine Zweifel an der Wirtschaftlichkeit. Linux-Entwickler Alan Cox merkte an, dass die 3D-Treiber-Entwicklung nicht trivial sei und dass reine zwei 2D-Grafikchips - anders als 3D-Chips - meist die für X nötige Funktion Alpha Blend nicht mit sich bringen. "Ich habe mich immer gefragt, wie eine hybride Video-Lösung für 3D aussehen müsste. Nur in Hardware könnten Alpha Blend und grundlegende Berechnungen erfolgen, die zu viel Aufwand in Software erfordern - Alpha und vielleicht ein Teil der Textur-Skalierung, während Texturen, Shader usw. in Software bearbeitet werden könnten", so Cox.

Technisch sei die Entwicklung einer komplett offen gelegten Grafik-Hardware möglich, so Miller, die Frage sei nur, ob es sinnvoll ist.

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Haflinger 27. Okt 2004

Also wenn die Karte modular aufgebaut wäre, sprich 2d Karte und bei bedarf ein 3D modul...

Adam Bernau 25. Okt 2004

Ok, die ATI-Linux-Treiber sind unter aller Sau. Würden die Hersteller aber vernünftige...

BillyX 25. Okt 2004

Ich sehe eher den Bedarf nach einem offenen modularen Medien-Client auf Linux-Basis. Das...

johnbecker 23. Okt 2004

und du solltest doch lieber bei heise bleiben... hast du mein posting überhaupt zu ende...



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