Internet-Telefonie: Komplizierte Technik als Pferdefuß

Bereits 31 Prozent haben praktische Erfahrungen mit Internet-Telefonie gesammelt

Nachdem mit der Einführung der 032-Vorwahlen ab Anfang 2005 ein weiteres Hindernis für die Nutzung der Internet-Telefonie aus dem Weg geräumt wird, stellt sich die Frage, inwieweit Telefonkunden zum Umstieg auf die neue Technik bereit sind. Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat die Smart-Research GmbH 500 Personen nach Eigenangaben "internet-repräsentativ" befragt.

Artikel veröffentlicht am ,

Insgesamt 31 Prozent der befragten Internetnutzer haben bereits Erfahrungen mit dem Telefonieren über das Internet gesammelt. Allerdings ist der Anteil der regelmäßigen Nutzer, also Personen, die mindestens einmal im Monat über das Internet telefonieren, mit 11 Prozent noch verhältnismäßig gering. Den Großteil von 19 Prozent machen Personen aus, die das Internet zwar bereits zum Telefonieren benutzt haben, dies aber in der Regel seltener als einmal im Monat tun. Im Geschlechtervergleich zeigt sich, dass bereits 36 Prozent der männlichen Befragten, aber erst 23 Prozent der weiblichen zu den Nutzern der neuen Technik gehören.

Die bevorzugte Zugangsart zur Internet-Telefonie besteht für 95 Prozent der Befragten in der Nutzung eines Computers mit Headset. Lediglich 5 Prozent der Nutzer geben an, für Telefongespräche über das Internet ein spezielles IP-Telefon zu verwenden. Die drei am häufigsten genutzten Anbieter für die Internet-Telefonie sind Web.de (20 Prozent), Freenet (10 Prozent) und 1&1 (9 Prozent).

Die Hauptmotive, warum das Telefonieren per Internet von der breiten Masse bisher noch nicht genutzt wird, liegen nach Ansicht der Nichtnutzer in "Fehlendem Know-how" (39 Prozent) und "Zu komplizierter Nutzung" (26 Prozent). Hier besteht von Seiten der Telefonanbieter weiterer Kommunikationsbedarf, um die potenziellen Kunden über die Einsatzmöglichkeiten und die notwendigen Voraussetzungen der Internet-Telefonie zu informieren. Von geringerer Bedeutung für die Nichtnutzung sind die Kosten. Nur 11 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sie die "Zu hohen Investitionskosten in die Technik" sowie "Zu hohe DSL-Tarife" (10 Prozent) oder "Zu hohe Minutenpreise" (7 Prozent) von der Nutzung dieser Technik abhalten.

Der Großteil der bisherigen Internet-Telefonie-Verweigerer plant, auch in Zukunft nicht auf diese Technik umzusteigen (59 Prozent). Nur 6 Prozent wollen innerhalb des nächsten halben Jahres, 8 Prozent innerhalb des nächsten Jahres und 27 Prozent zu einem späteren Zeitpunkt umsteigen.

Insgesamt wurden 500 Personen internet-repräsentativ quotiert aus dem Online-Access-Panel "Panopia" der Smart-Research GmbH befragt. Der Untersuchungszeitraum lag zwischen dem 9. und 16. September 2004.

Ein PDF-Exemplar der Studie samt Grafiken und Tabellen kann man unter www.smart-research.de/presse/Studie-Internet-Telefonie.pdf kostenlos herunterladen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Phil o'Soph 06. Nov 2004

Hallo Torsten, wenn Du komplett auf Internet-Telefonie umsteigen möchtest, brauchst Du...

Torsten 06. Nov 2004

ich bin nun in diesem punkt hier völlig unbedarft, und erhoffe mir hier mehr...

Q 04. Nov 2004

Joh, so scheint es. Warum braucht man ein IP-Telefon? Mein gratis-Router läuft den...

Dirk Kuepper 25. Okt 2004

Sorry, stimmt ist Bloedsinn was Du da schreibst. Mit QoS ist das mit der Bandbreite kein...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /