TI stellt Fernseh-Chip fürs Handy vor

Unterstützung für offene Standards DVB-H und ISDB-T

Digitales Fernsehen auf dem Handy scheint zumindest die Hersteller zu beflügeln, auch wenn den Fernsehsendern noch nicht ganz klar ist, wie die aufs Handy-Display anzupassenden Aussendungen finanziert werden sollen. Um überhaupt die nötige technische Voraussetzung zu schaffen, um Handys fernsehtauglich zu machen, hat nun auch Texas Instruments mit "Hollywood" eine entsprechende Lösung vorgestellt: den laut Hersteller ersten Ein-Chip-Digital-TV-Empfänger fürs Handy.

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"Hollywood"(Codename) ist eine Ergänzung für TIs OMAP-Multimedia-Prozessoren für mobile Endgeräte. TI hat sich dabei auf den für Europa entwickelten und voraussichtlich auch für die USA interessanten Standard "Digital Video Broadcasting - Handheld" (DVB-H) sowie die japanische Spezifikation "Integrated Services Digital Broadcasting - Terrestrial" (ISDB-T) beschränkt - in proprietären Standards sieht der Chiphersteller keine Zukunft. DVB-H und ISDB-T bieten bei handytauglicher Auflösung 24 bis 30 Bilder pro Sekunde, während derzeit Video-Streams über Handy-Netze eher bei 1 bis 15 Bildern/s herumdümpeln.

"Hollywood" kombiniert Tuner, OFDM-Demodulator und Channel-Decoder-Prozessor auf einem in 90-nm-Prozesstechnik gefertigten Chip. Dieser bringt eine Schnittstelle zum Anschluss an TIs OMAP-Prozessoren mit sich. Zwar wird TI erst im Jahr 2006 Muster an Handy-Hersteller liefern, doch vor 2006/2007 startet der Markt für Handy-Fernsehen sowieso nicht. Derzeit laufen in den USA, Europa, Japan und weiteren Regionen die ersten Feldtests.

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