Europäische Soyo-Kunden weiterhin ohne Support
CiTech sieht Verhandlungen gefährdet
Eigentlich wollte die CiTech GmbH die Geschäfte der eingestellten deutschen Niederlassung des chinesischen Mainboard-Herstellers Soyo weiterführen. Seit August 2004 sind die Verhandlungen laut CiTech aber nicht vorangegangen, da Soyo die Garantieleistungen nicht direkt in Europa, sondern aus Taiwan bieten will.
CiTech will in langen Verhandlungen verschiedene Vorschläge zur Sanierung des europäischen Absatzmarktes vorgelegt haben, bisher sei aber keine Einigung möglich gewesen. Hauptgrund hierfür sei die anhaltende Weigerung von Soyo, einem Konzept zur Sicherung der Garantieansprüche seiner Kunden zuzustimmen.
"So wird den europäischen Kunden wohl künftig nur noch der Weg zum Servicecenter in China bleiben. Sicher werden die hohen Versandkosten und die Garantiebearbeitungszeit von über drei Monaten das Ansehen des Mainboard-Herstellers in Europa nicht gerade steigern", macht CiTech seiner Enttäuschung in einer Pressemitteilung Luft.
Auf Grund fehlender Produktionskapazitäten habe Soyo gegenüber CiTech zudem keine Aussage über die Produktverfügbarkeit machen können. Dennoch zeigt sich CiTech bemüht, im Interesse der Kunden der ehemaligen Soyo Deutschland GmbH, zu einer Einigung mit der Soyo Computer Inc. zu kommen - sieht aber eigentlich keine großen Chancen mehr dafür. Solange keine Einigung erfolgt, könnten Garantieansprüche aber nur direkt bei der Soyo Computer Inc (USA) oder Soyo LLC in Taiwan geltend gemacht werden.
Wenig ermutigend klingt allerdings CiTechs Einschätzung der Lage von Soyo: Der einst große taiwanesische Soyo-Mutterkonzern ist auf Grund wegbrechender Mainboard-Fabrikanten ins Straucheln geraten. Daraus resultierende anhaltende Lieferprobleme und das Fehlen einer klaren Firmenpolitik hätten zu weiteren Entlassungen geführt. Nun seien in Taiwan nur noch rund zehn Mitarbeiter beschäftigt, darunter auch Andy Cheu, der bis vor einigen Wochen noch als Geschäftsführer bei Soyo Deutschland GmbH tätig war.
Lediglich der US-Niederlassung Soyo Computer Inc. soll es noch einigermaßen gut gehen, weil diese sich nicht nur auf Mainboards konzentrierte, sondern auch andere Hardware vertreibt. Selbst die Soyo Computer Inc. verkaufe laut CiTech nur noch Mainboard-Bestände ab - die Mainboard-Produktion werde auf Industrie-Mainboards und entsprechende Nachfrage beschränkt.
Diejenigen europäischen Händler, die noch Soyo-Boards auf Lager haben, scheinen also auf Grund der unsicheren Garantiesituation gezwungen zu sein, die Hardware zu verramschen.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed






Obwohl die Marke Soyo sehr bekannt ist, kamen die Mainboards qualitäts und...
ja ja hab mir als musicus das isaboard gegönnt - da ich noch eine eierlegendewollmichsau...
Da lob ich mir den deutschen Support von Shuttle :)