SIM-Karte fürs Handy bald mit Flash-Speicher
Auf der MegaSIM-Karte von M-Systems befindet sich ein Bereich mit Flash-Speicher, um darin etwa Klingeltöne, Java-Applikationen, Bilder, MMS oder auch MP3-Stücke sowie Videoclips zu speichern. Die ersten Ausführungen dieser Karte können einen Speicher von 16 bis 256 MByte aufweisen, wobei für die Zukunft auch höhere Speicherkapazitäten geplant sind. Die auf der MegaSIM abgelegten Daten sollen sich mit Kopierschutzverfahren gegen eine unerwünschte Verbreitung schützen lassen. Ob dies automatisch für alle darauf abgelegten Daten gilt, ist derzeit nicht bekannt.
Die Integration von Flash-Speicher auf einer SIM-Karte bringt Handy-Herstellern den Vorzug, künftig nicht mehr neben der SIM-Karte auch einen Steckplatz für Speicherkarten integrieren zu müssen, was sich in niedrigeren Produktionskosten niederschlagen soll. Außerdem lässt sich so der Speicher von Mobiltelefonen erweitern, die keinen Speicherkartensteckplatz besitzen, um auch mit solchen Handys besser die neuen Multimedia-Angebote der Netzbetreiber zu nutzen.
Allerdings würde ein Verzicht eines separaten Speicherkartensteckplatzes den Käufern entsprechender Mobiltelefone auch die Möglichkeit nehmen, Daten leicht auf verschiedene Speicherkarten zu verteilen. Ansonsten unterstützt MegaSIM die üblichen Funktionen einer Karte gemäß (U)SIM (Universal Subscriber Identity Module), wie die Nutzer-Identifikation und -Autorisierung sowie das Speichern von Telefonbuch-Einträgen und Handy-Einstellungen.
Die Planungen von M-Systems sehen vor, dass die MegaSIM-Karte als U(SIM)-Karte in der zweiten Jahreshälfte 2005 erhältlich sein wird.