Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Microsoft: Kein Lizenzaufschlag für Dual-Core-CPUs

Lizenz pro Prozessor, auch bei mehreren Prozessorkernen. Microsofts Lizenzgebühren sollen sich auch bei künftigen Multi-Core-Prozessoren nach der Anzahl der physischen Prozessoren in einem System richten. Kunden sollen demnach nicht eine Lizenz für jeden Prozessorkern erwerben müssen, berichtet unter anderem das Wall Street Journal.
/ Jens Ihlenfeld
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Intel und AMD haben angekündigt, kommende Prozessorgenerationen mit mehreren Prozessorkernen auszustatten. Da diese Multi-Core-CPUs vom System verwaltet werden, als ob es über mehrere Prozessoren verfüge, war bislang unklar, ob künftig für jeden Prozessorkern eine Lizenz vonnöten ist. Dies würde zu einer deutlichen Erhöhung der Lizenzkosten führen.

Microsoft wolle Kunden künftig aber keine höheren Gebühren in Rechnung stellen, nur weil diese Dual-Core-CPUs nutzen, das werde der Konzern am heutigen Dienstag ankündigen, berichten unter anderem CNet(öffnet im neuen Fenster) und das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster).

Eine entsprechende Regelung soll zunächst für Server-Systeme mit Dual-Core-Prozessoren und Software wie Windows oder den Microsoft SQL Server gelten. Sobald Dual-Core-Prozessoren sich im Desktop-Bereich etablieren, soll aber auch hier eine entsprechende Regelung gelten – auch dann, wenn Chips später über mehr als zwei Prozessorkerne verfügten, so das Wall Street Journal unter Berufung auf Andy Lees, Microsofts Vizepräsident für das Server und Tools Marketing.

Mit dieser Politik liegt Microsoft näher bei Unternehmen wie Novell, Red Hat oder Sun, die für Dual-Core-Prozessoren keine höheren Lizenzgebühren berechnen. Oracle und IBM hingegen verlangen derzeit beim Einsatz entsprechender Chips einen Aufschlag, heißt es in dem Bericht.


Relevante Themen