Croquet - Betriebssystem für das Internet ohne Browser

Jasmine alias Croquet 0.1 steht zum Download bereit

Unter dem Codenamen "Jasmine" ist eine erste Entwickler-Version von Croquet erschienen, eine Kombination aus Software und Netzwerk-Architektur, die eine tiefgreifende Zusammenarbeit zwischen einer großen Zahl von Menschen ermöglichen soll. Croquet bietet dazu eine dreidimensionale Schnittstelle, um mit verteilten Systemen in einem Peer-to-Peer-Netz zusammen zu arbeiten, ist aber weitaus mehr als nur eine dreidimensionale Benutzeroberfläche.

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Croquet besteht aus einer Vielzahl von Komponenten auf verschiedenen Eben. So ist Croquet eine Computer-Software-Architektur die von Grund auf auf eine Zusammenarbeit zwischen großen Nutzergruppen ausgelegt ist. Dabei ist es möglich die als Croquet-Spaces bezeichneten virtuellen Welten während der Laufzeit mit anderen zu verändern, in andere Welten zu wechseln und eigene zu schaffen. Alle Croquet-Spaces sind dynamisch miteinander verbunden und nutzen herkömmliche Netz-Ressourcen wie das WWW. Alles kann dabei erschaffen, repräsentiert und modifiziert werden, denn Entwicklung und Nutzung finden in der selben Umgebung statt.

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Dabei nutzt Croquet eine portable Virtual-Machine, die Bit-identisch unter Windows, MacOS, Linux und anderen Betriebssystem sowie auf diverser Hardware läuft. Dank einer speziellen Scriptsprache sollen auch unerfahrene Nutzer mit dem System umgehen können. Alles in Croquet gilt als Objekt, jedes Objekt kann von jedem verändert werden, der über ausreichende Rechte verfügt.

Croquet nutzt dabei TeaTime, eine skalierbare Echtzeit-Multi-User-Architektur. Diese wiederum macht sich ein Konzept von replizierten, versionierten Objekten zu Nutze, die von einer universellen Zeitbasis, eingebettet in die Kommunikationsprotokolle, koordiniert werden. TeaTime hält die Croquet-Welt zusammen und sorgt dafür, dass die einzelnen Objekte synchronisiert werden.

In Verbindung mit entsprechenden Server-Komponenten soll so ein persistenter, einheitlicher Rahmen für eine gemeinschaftliche Online-Interaktion entstehen. Diese besteht wiederum aus einer Reihe dynamischer virtueller Umgebungen von vielen Personen. Portale stellen ein Fenster und Übergang in andere Welten dar.

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Technisch nutzt Croquet OpenGL für die 3D-Darstellung, die eigentliche Software ist in Squeak geschrieben, einer offenen, portablen Implementierung von Smalltalk-80. Croquet-Entwickler können an jeder Stelle direkt auf OpenGL-Funktionen zugreifen, um die Rendering-Engine der virtuellen Welten zu erweitern.

Letztendlich soll Croquet ein Betriebssystem für das "Post-Browser-Internet", also das Internet nach dem Browser darstellen. Die grundlegenden Ideen hinter Croquet stammen von Alan Kay, Julian Lombardi, Mark McCahill, Andreas Raab, David P. Reed und David Smith. Croquet stellt einen Versuch dar, eine moderne Umgebung zu schaffen, die nicht alten Paradigmen verhaftet ist.

Mit Croquet 0.1 alias Jasmine steht nun eine erste Entwicklerversion von Croquet zum Download bereit. Die Version ist zwar nutzbar, aber noch ein gutes Stück von einer Umsetzung der Visionen hinter Croquet entfernt. Croquet 0.1 dient deshalb nur als Spielwiese für interessierte Entwickler, die dafür notwendige Entwicklungsumgebung ist in Jasmine enthalten.

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WinDoof User 04. Feb 2006

wo sind die restlichen 10%???? 10% Ressourcenverbrauch??? ^^

WinDoof User 04. Feb 2006

Jo danke, das musste mal gesagt werden! Computer sind ja nicht nur dazu da die...

irgendwer 13. Jan 2005

...und was willst du uns sagen. das computer nur noch an profis (wie definierst du...

Soweto 21. Okt 2004

Ja, weil jeder Affe ne' Clicki-Mouse bedienen - sprich klicken kann. Die meisten meinen...



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