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Interview: Wettbewerb der Softwareparadigmen

Golem.de im Gespräch mit Georg Greve, Präsident der FSFE

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) kämpft an vielen Fronten für freie Software in Europa. Golem.de sprach mit Georg Greve, Präsident der FSFE, über deren Engagement im Monopolverfahren gegen Microsoft, mögliche Gefahren durch Softwarepatente sowie Sinn und Unsinn von Trusted Computing.

Artikel veröffentlicht am ,

Golem.de: Die FSFE vertritt die Interessen des Samba-Teams vor dem EuGH im Klageverfahren Microsofts gegen die Entscheidung der EU-Kommission. Was erwartet die FSFE von den Auflagen, die die Kommission gegen Microsoft verhängt hat?

Georg Greve
Georg Greve
Georg Greve: Vorab: Die Monopoluntersuchung ist ein Signal. Es geht um die Frage, ob Wettbewerb im Softwarebereich der Informationstechnologie gewollt ist. Ob überhaupt Auflagen gemacht werden, ist dabei politisch zunächst wichtiger als die Wirkungen im Detail, denn Europa braucht ein klares Signal.

Im Einzelnen sind wir relativ skeptisch, ob die gemachten Auflagen wirklich das gewünschte Ziel - die Wiederherstellung des Wettbewerbs - auch tatsächlich erreichen können. Spezifisch im Hinblick auf die Lizenzbedingungen der Software-Schnittstellen scheint es, dass Microsoft ausreichend Raum zum Manövrieren finden wird, um die Auflagen in der Praxis de facto zu umgehen.

Würden die Stromkonzerne Informationen über die Polarität, Phase und Spannung des von ihnen gelieferten Stroms ähnlich behandeln, bedeutete dies, dass nur der Stromerzeuger Geräte bauen kann, die nicht in der Nacht explodieren. Bei der Festlegung des Stromnetzes auf 230 V und 50 Hz geht es wohl kaum um eine enorme kreative Leistung. Bei der Geheimhaltung solcher Informationen handelt es sich ausschließlich um die künstliche Erzeugung von Herrschaftswissen.

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Nun sind die Software-Schnittstellen zwar deutlich komplizierter, jedoch nicht substanziell anders als in diesem Beispiel. Wir wollen, dass die für eine Interaktion und Interoperabilität notwendigen Informationen allen kostenfrei und unabhängig von ihrem Geschäftsmodell zur Verfügung stehen. Nur so wird ein Wettbewerb der Geschäftsmodelle, Softwareparadigmen, technischen Lösungen und Ideen möglich - zum Vorteil von Wirtschaft und Gesellschaft. Dafür haben wir im Monopolverfahren mit begrenztem Erfolg gearbeitet und das wollen wir vor Gericht verteidigen und ausbauen.

Interview: Wettbewerb der Softwareparadigmen 
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:-) 20. Okt 2004

Für einen Juristen besteht Rechtssicherheit dann, wenn er alles in seinem Juristentext...

josepf knaus 20. Okt 2004

aldär näh, einzeller wie dich gibt genug.

honk@no.spam 20. Okt 2004

Tu ein gutes Werk und spende die 120 Euronen lieber dem Tierschutz. Indirekt hilfst du...

Paul (dict.cc) 20. Okt 2004

War gerade auf den Spenden-Seiten, die im Artikel verlinkt waren. Bin sehr erstaunt und...

OMG 20. Okt 2004

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