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MontaVista will Linux echtzeitfähig machen

Patches zur Senkung der Latenzzeiten vorgestellt. MontaVista will die Echtzeit-Fähigkeit des Linux-Kernel verbessern. Dazu hat der Spezialist für Embedded-Linux in der Linux-Kernel-Mailing-List einige Patches zur Senkung der Kernel-Latenzzeiten vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) .
/ Jens Ihlenfeld
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MontaVista will mit seinen Arbeiten Linux 2.6 für Multimedia-Applikationen im High-Performance-Bereich fit machen, dazu zählen HDTV-Geräte auf Linux-Basis ebenso wie Handys, PDAs und MP3-Player, die mit immer mehr Funktionen daher kommen. Auch GPS-Berechnungen sollen von verbesserten Echtzeit-Fähigkeiten profitieren.

Zudem werde Linux verstärkt in traditionellen Echzeit-Kontroll-Umgebungen wie Radar-Berechnungen, in der Fabrikations-Automatisierung oder der Medizintechnik eingesetzt, die oft Antwortzeiten von wenigen Zehnteln oder Hundertsteln einer Mikrosekunde erforden. Dies seien Größenordnungen die mit dem aktuellen Kernel 2.6 nicht zu erreichen sein, so MontaVista.

Zwar existieren mehrere Lösungen auf Basis von Mikro-Kerneln, die die erforderlichen Reaktionszeiten erreichen, doch diese sind nach Ansicht von MontaVista mit zwei Grundsätzlichen Problemen belastet: Zum einen würden zwei separate Kernel-Umgebungen die Komplexität unnötig erhöhen, zum anderen gebe es einige rechtliche Auseinandersetzungen.

Neben neuen Komponenten, darunter eine Mutex-Abstraktions-Schicht, und Erweiterungen zu Ingo Molnars NKL-Mutex-Patch hat MontaVista auch Komponenten Dritter integriert. Dazu zählen "Voluntary Preemption" von Ingo Molnar, die IRQ-Thread-Patches von Scott Wood und Ingo Molnar sowie das an der Universität der Bundeswehr in München entwickelte PMutex.

So will MontaVista zudem eine Transparenz für existierende Applikationen und Treiber erreichen. Zwar sei der Code schon recht stabil, unter hoher Last und bei wenig Speicher komme es aber noch zu Problemen, so MontaVista.


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